Flusslandschaft 1976

Wohnen

Mieterverein, 17.3.76 1

Haidhausen ist ein günstiges Pflaster; viele Häuser sind marode und daher die Mieten niedrig. Hier leben viele Arbeiter, Studenten, Künstler und Ausländer. Der Stadtrat befürchtet, dass hier ein Slum entsteht und beschließt im Juli die Sanierung einiger Straßenzüge. Für einige Hausbesitzer, die endlich steigende Mieteinkünfte in Aussicht haben, ist dies das Startzeichen, ihre Häuser räumen zu lassen. Aber die Bewohner gehen auf die Barrikaden. Jeden Monat werden neue Konfliktfälle in den »Haidhauser Nachrichten« veröffentlicht.2 — Monika Naggl in der Metzstraße 32 ist vermutlich die erste, die sich gegen überzogene Mietforderungen erfolgreich zur Wehr setzt.3

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1 Mieterschutz. Mitteilungsblatt des Mietervereins München e.V. — Für Mieter und Untermieter 2 vom April 1976, 4.

2 Siehe „Wie Mieter aus Haidhausen vertrieben werden“.

3 Vgl. „Aufbegehren, Handeln, Verändern“ In: Haidhauser Nachrichten 1 vom Januar 2000, 5.

4 Siehe „Seit 16 Jahren geht es um die Existenz der Münchner Mieter“.

Diesen Artikel zitieren

Wohnen. In: Protest in München seit 1945. Stand: 18. Oktober 2026. URL: https://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/4167 (abgerufen am TT.MM.JJJJ).