Flusslandschaft 2025
Jugend
Zuletzt geändert:
Die Bundeswehr (BW) erhält nach § 58c Soldatengesetz die persönlichen Daten junger Menschen von den Einwohnermeldeämtern. Wer keine Einladungen der BW, keinen Fragebogen, keine Erfassung, Musterungsladung und Einberufung erhalten möchte, kann dem zuständigen Einwohnermeldeamt gemäß § 36 Abs 2 Bundesmeldegesetz (BMG) seinen Widerspruch gegen die Datenweitergabe schriftlich oder durch persönliche Erklärung erheben. Dieser sollte vom Amt schriftlich bestätigt werden. Sollte dieser § 36 Abs. 2 BMG mit dem ab Januar 2026 in Kraft tretenden Art. 12 des Wehrdienstmodernisierungsgesetzes (WDModG) – es soll noch im Dezember vom Bundestag beschlossen werden – ersatzlos gestrichen werden, wird die bisherige Widerspruchsmöglichkeit ab dem neuen Jahr entfallen.

Am Freitag, 5. Dezember, versammeln sich um 12 Uhr rund 1.300 junge Menschen vor dem Giesinger Bahnhof. Bereits am Donnerstag, 4. Dezember, demonstrierten etwa 1.500 vom Rosenheimer Platz zum Oberanger. Die Aktionen sind Teil eines bundesweiten Schülerstreiks gegen die geplante Einführung eines neuen Wehrdienstes. Aus einem Redebeitrag: „Wir wollen nicht ein halbes Jahr unseres Lebens in Kasernen eingesperrt sein, zu Drill und Gehorsam erzogen werden und töten lernen. Krieg ist keine Zukunftsperspektive und zerstört unsere Lebensgrundlage. Niemand fragt uns, was wir wollen. Niemand will wissen, was wir dazu denken. Dabei sind wir die Betroffenen! Es sind unsere Leben, über die sie diskutieren und bestimmen wollen.“1
Von einer antimilitaristischen Massenbewegung ist bis heute keine Rede. Aber vielleicht …2
1 Siehe https://igel-muc.de/rssshow.php?guid=20251205.
2 Siehe https://www.untergrund-blättle.ch/buchrezensionen/sachliteratur/ak-antimilitarismus-hg-die-grosse-mobilisierung-009744.html.
Diesen Artikel zitieren
Jugend. In: Protest in München seit 1945. Stand: 31. Oktober 2026. URL: https://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/17310 (abgerufen am TT.MM.JJJJ).