Flusslandschaft 1971
Kommunismus
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Der bayrische Innenminister Merck meint, die „neue Linke“ sei nicht nur verfassungsfeindlich, sondern schlechthin kriminell. Zur „neuen Linken“ zählen nach Merck in erster Linie die Roten Zellen an den Universitäten, die maoistischen Gruppen, die trotzkistischen Zusammenschlüsse, die Rote Schülerfront und die Basis-Projekt-Lehrlingsgruppen. Aber auch die „zielstrebige Tätigkeit der immer unverfrorener auftretenden DKP“ müsse im Auge behalten werden, weil sie die „proletarische Revolution und die Diktatur des Proletariats“1 nach dem Vorbild der DDR anstrebe.
»Die Fahne hoch, die Reihen fest geschlossen! / Rotfront marschiert in ruhig festen Tritt, / Kameraden, wer noch nicht ins rote Horn gestoßen, / Hält mit dem Geiste dieser Zeit nicht Schritt. // Wer hätte sich das jemals träumen lassen? / Schon wieder gibts den Sturmabteilungsmann, / Bald wehen rote Fahnen über allen Straßen. / Ihr staunt? Die Zeit des Vierten Reichs bricht an. // Die Straße frei den roten Bataillonen! / Rotfront und Russen stehn zum Sturm bereit. / Es schaun zum Sowjetstern verblendet bald Millionen / Die Freiheit dauert nur noch kurze Zeit.«2 Mit Schreibmaschine geschriebenes hektographiertes Flugblatt ohne Impressum
Am 23. September findet eine Veranstaltung gegen das KPD-Verbot statt.
1 Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. Juni 1971.
2 Flugblattsammlung, Archiv der Münchner Arbeiterbewegung
Diesen Artikel zitieren
Kommunismus. In: Protest in München seit 1945. Stand: 6. September 2026. URL: https://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/449 (abgerufen am TT.MM.JJJJ).