Flusslandschaft 2001

Sicherheitskonferenz

Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger warnt die Europäer vor einem „konflikthaften Kurs”. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gibt in München die Entscheidungen des neuen US-Präsidenten George W. Bush bekannt: die Stationierung der sogenannten „Nationalen Raketenabwehr” NMD und die beabsichtigte Kündigung des ABM-Vertrags. Das Weltraumrüstungsprogramm werde auf jeden Fall verwirklicht – mit, ohne oder auch gegen die Europäer.

„Stoppt die NATO-Kriegsverbrecher!“ ist bei Schnee, Regen und Matsch vor dem Bayerischen Hof am 3. Februar ab 11 Uhr auf einem der großen Transparente zu lesen. Das ist aber mit der Gruppe von knapp 100 Menschen, die sich an diesem Samstag zum Protest gegen die inzwischen in „Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik“ umbenannte Wehrkundetagung vor dem Tagungshotel am Promenadeplatz 6 versammelt haben, nicht zu schaffen. Regina Hagen (Darmstädter Friedensforum), Claus Schreer, Walter Listl und Jule Gilles halten Ansprachen. Das Münchner Bündnis gegen Rassismus, die Münchner Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung (BIFA), das Global Network Against Weapons and Nuclear Power in Space, das Munich American Peace Committee und die Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen (GAAA) organisieren die Protestkundgebung.

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Sicherheitskonferenz. In: Protest in München seit 1945. Stand: 27. Februar 2024. URL: https://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/1224 (abgerufen am TT.MM.JJJJ).