Materialien 1989
Ablehnung einer Zeugenaussage
Zuletzt geändert:
wegen eines angeblichen Verstosses gegen das Versammlungsgesetz
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Unter dem Gesichtspunkt der Einsparung von Steuergeldern und Dummheit rate ich Ihnen sowieso, den recht desolaten Fall einzustellen. Zur Sache kann ich mich insoweit einlassen, dass ich – als Träger der Kohl-Maske – mich vor mehreren Hundert Zeugen streng dagegen verwahrte, Helmut Kohl zu sein, diesen erfreulichen Tatbestand sofort bewies und meinen amtlichen Personalausweis verlas. Die Rede wurde auch von den Polizeiorganen interessiert aufgenommen, um so mehr, als ich – leider – vielen der berüchtigsten politischen Polizisten so bekannt bin, dass eine Vorlegung meines Ausweises Farce oder Belästigung wäre. Zu dem ganzen Komplex, der ja heutzutage viel besprochen wird, möchte ich nur anmerken, dass ein Verdummungsverbot ungleich wichtiger wäre als das der Vermummung.
Hochachtungsvoll
Heinz Jacobi
Heinz Jacobi, Tod und Teufel. Polemiken. Der Bote Nr. 12. Die politisch-literarische Zeitschrift. Nachrichten aus dem Klassenstaat, München 1991, 207.
Diesen Artikel zitieren
Ablehnung einer Zeugenaussage. In: Protest in München seit 1945. Stand: 12. Februar 2016. URL: https://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/2747 (abgerufen am TT.MM.JJJJ).