Flusslandschaft 2020
StudentInnen
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„Hochschulreform“ klingt gut. Tatsächlich geht diese seit 2019 geplante „Reform“ in die falscher Richtung.1
Welche Art von Hochschulen braucht die Gesellschaft und welche wollen die Menschen? Was für eine Gesellschaft ist das, in der Alles, letztlich auch Wissen, Wissenschaft und Bildung, zur Ware erklärt wird? Was für eine Zukunft ist das, in der an Hochschulen vor allem technische und ökonomische Fragestellungen und deren profitable Verwertung im Fokus stehen? – Anlässlich der geplanten Novelle des bayrischen Hochschulgesetzes ruft die Initiative Geistes- und Sozialwissenschaften zu Kundgebungen in München (Odeonsplatz) und Nürnberg (Hallplatz) für den 1. Dezember 2020 jeweils um 15 Uhr auf. Die GEW unterstützt den Protest. Still und leise hinter der öffentlichen Aufmerksamkeit für die Coronapandemie wollen die Regierung und die entsprechenden Protagonist*innen endlich ihren feuchten Traum von der unternehmerischen Hochschule wahr machen. Das ist nicht hinnehmbar! Deshalb regt sich trotz widerer Umstände Protest. Die GEW unterstützt diesen, schließt sich den Forderungen der Initiative Geistes- und Sozialwissenschaften an und empfiehlt beim Protest nicht stehen zu bleiben, sondern einen progressiven Gegenentwurf zu entwickeln. Δ Für die Befreiung der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Grundlagenforschung im Allgemeinen vom Diktat unmittelbarer und ökonomischer Verwertbarkeit.
Δ Für eine materielle wie ideelle Förderung der Geistes- und Sozialwissenschaften, die in einem angemessenen Verhältnis zur Förderung der Hightech- und MINT-Fächer steht. Δ Für die Sicherung der Existenz von Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen und damit den Erhalt der wissenschaftlichen Exzellenz in den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Δ Für den Erhalt wissenschaftlicher und kultureller Diversität an den Hochschulen in Form kleinerer geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer.
Δ Für eine ihrer besonderen Eigenheiten gerecht werdende Beurteilung der Geistes- und Sozialwissenschaften insbesondere im Bereich der Lehre und gegen die formale und bürokratische Gleichsetzung mit den Hightech- und MINT-Wissenschaften.2
1 Siehe https://philtrat-muenchen.de/vorstoss-ins-unbekannte-hochschulreform/.
2 Siehe die Bilder der Kundgebung „für den erhalt und die stärkung der geistes- und sozialwissenschaften in bayern“ vom 1. Dezember von Felicitas Hübner. Siehe auch https://offener-brief-hochschulreform-by.de/. Zur Petition: https://www.openpetition.de/initiativegus
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StudentInnen. In: Protest in München seit 1945. Stand: 17. April 2025. URL: https://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/5372 (abgerufen am TT.MM.JJJJ).