Flusslandschaft 2026
Internationales
- Allgemeines
- Venezuela
- Syrien und Kurdistan
- Iran, USA und Israel
- Brasilien
- Palästina, Libanon und Israel
- Ukraine
- Sápmi
Allgemeines
Der Orangenmann im Weißen Haus will Grönland haben. Ganz einfach! Der Mann plaudert doch tatsächlich aus, was Kritiker des US-Imperialismus hierzulande schon immer an Verdächtigungen vorbrachten. Früher mussten noch „Gründe“ strapaziert werden. Wir erinnern uns: Vor dem direk-
ten Angriff auf Vietnam erfanden die USA einen Angriff vietnamesischer Boote im Golf von Tonkin (2./4. August 1964). Der Einsatz der USA und in Kuwait wurde mit der Lüge von den von iraki-
schen Soldaten aus ihren Brutkästen gerissenen Babys 1990 „untermauert“. Der Krieg der USA und ihrer Vasallen gegen den Irak wurde mit dem Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen „begründet“ (Colin Powell am 5. Februar 2003). Das Münchner Leitmedium führt da um seine transatlantischen Sympathien Eiertänze auf.1
»Da quasseln diese dumpfen Pazifisten immer vom Völkerrecht. Da sag ich mir: Lass sie quasseln. Was anderes können sie nicht. Es sind ja wir, die wir um die Durchsetzung unserer Interessen kämpfen MÜSSEN! Wer da sich um dieses ‚Völkerrecht‘ noch kümmert oder um diesen ganzen humanitären Kram, der hat eh schon verloren. Zivilisten sollen Menschenrechte haben? Wir haben auch Menschenrechte!«2
Auf dem Odeonsplatz demonstrieren am Samstag, 28. März, bis zu 600 Menschen gegen die Poli-
tik von US-Präsident Donald Trump. Die Kundgebung ist Teil eines weltweiten Protesttags.3
Europas Zivilgesellschaft gerät unter Druck. Nicht mit offener Repression, sondern zurückhaltend, indirekt und bürokratisch.4 Dabei darf nicht vergessen werden, dass eine neue Europa-Identität die alte nationalstaatliche Identität ablöst. Parlamente sind die Tatorte der Konstruktion und Re-
konstruktion der Staaten. Die Aufgabe des Europa-Parlaments ist es, in der globalen Staaten-Kon-
kurrenz an die Spitze der Nahrungskette zu gelangen. Wahlen sind kein Mittel für gesellschaftliche Transformationen oder gar Revolutionen. Also: Nicht immer nur auf die USA starren!
Ab dem 1. Mai wird das MERCOSUR-Freihandelsabkommens vorläufig angewendet. Der brasilia-
nische Ex-Soja-Bauer Antônio Andrioli meint dazu: Das Abkommen schade einer großen Mehrheit der Bevölkerung, vor allem in Südamerika. In der Europäischen Union hätten wir eine sehr in-
dustrialisierte Gesellschaft, in den vier Ländern des Mercosur gäbe es sehr landwirtschaftlich ge-
prägte Regionen. Dort werde mit dem Abkommen, also dem Abbau von Zöllen, die Fortführung eines Modells unterstützt, das auf einer neokolonialen und neoextraktivistischen Betrachtung der Natur basiere. Brasilien werde dadurch noch mehr Monokulturen bekommen. Und in Europa werde der Export industriell-technologischer Güter zunehmen, aber auch der Ruin der europä-
ischen Kleinbauern.
Das Weltsozialforum findet vom 4. – 8. August in Cotonou in Benin statt.
VENEZUELA

3. Januar: In der Nacht zum Samstag nehmen US-Militärs den Staatspräsidenten Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau Cilia Flores gefangen und entführen sie in die USA. Dies ist ein klarer Verstoß gegen internationales Recht und das Gewaltverbot der UN-Charta. Die Vorwürfe von Wahlfäl-
schung und die Zweifel an der Legitimität von Maduros Präsidentschaft rechtfertigen keinesfalls den offenen Völkerrechtsbruch der US-Administration. Bleibt eine eindeutige Verurteilung durch die internationale Gemeinschaft aus, könnte die Intervention in Venezuela weitere Interventionen der USA zur Folge haben. US-Präsident Trump, der naturgemäß die riesigen Erdölvorkommmen in Venezuela vor Augen hat, könnte weitere Regierungen stürzen und die Kontrolle über die Ressour-
cen und Regierungen in verschiedenen Ländern übernehmen, die sich nicht seiner Linie unterwer-
fen. Es besteht zudem die Gefahr, dass andere Staaten diesem Beispiel folgen. Ehepaar Maduro soll in New York vor Gericht gestellt werden, unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterroris-
mus“. 400 Menschen protestieren bei Eiseskälte am 4. Januar auf dem Odeonsplatz und ziehen im Anschluß an die Kundgebung zum US-amerikanischen Generalkonsulat.5 Am Mittwoch, 7. Januar, findet eine weitere Kundgebung unter dem Motto „La solidaridad es nuestra fuerza“ um 18 Uhr auf dem Marienplatz statt.
SYRIEN und KURDISTAN

13 Monate nach dem Sturz von Diktator Assad rücken syrische Regierungstruppen und von der Türkei unterstützte islamistische Milizen vor, zehntausende Kurdinnen und Kurden und die Syri-
schen Demokratischen Kräfte (SDF) fliehen aus Scheich Maksoud und Aschrafija, zwei Vierteln im Norden der Großstadt Aleppo, sowie aus dem östlichen Umland von Aleppo. Die Stadt könnte Vorbild eines multiethnischen und multireligiösen Gemeinwesens in Syrien sein und Rojava, die Selbstverwaltung Nordostsyriens ist existentiell bedroht. Druck von außen gibt es nicht – die westlichen Regierungen stellen »Stabilität« über eine demokratische Entwicklung und echten Frieden in Syrien.Es kommt zu weiteren Angriffen gegen kurdisch kontrollierte Städte im Norden und Osten des Landes.
20. Januar: Die Kämpfe dauern an; etwa 1.500 gefangenen Mitgliedern des Islamischen Staats (IS) gelingt währenddessen die Flucht.
Mehrere AktivistInnen besetzen am Donnerstag, 22. Januar, die Zentrale der Bayern-SPD am Oberanger, um gegen das Schweigen der deutschen Regierung zu den Massakern in Rojava zu protestieren. Einige der 20 Personen im Alter von 18 bis 57 Jahren – darunter sieben Frauen und 13 Männer – werden von der Polizei aus dem Gebäude getragen werden. Daraufhin kommt es zu einer spontanen Kundgebung und Demonstration von etwa 100 Kurdinnen und Kurden sowie ihren deutschen Unterstützern.6

Am 28. Januar sprechen Kerem Schamberger und kurdische Aktivistinnen im Import Export in der Schwere-Reiter-Str. 2h über die aktuelle Situation.7


8
Am Dienstag, 17. März, wird Zübeyde Akmese verhaftet.9
IRAN, USA und ISRAEL

Ende des vergangenen Jahrs beginnen Massenproteste mit Hunderttausenden Menschen in ver-
schiedenen Städten. Die Demonstrierenden fordern abgesehen von einer anderen Wirtschaftspoli-
tik auch den Rücktritt von Ali Chamenei und ein Ende des Mullah-Regimes. Regierungstruppen und Revolutionsgarden schlagen los. Zum Jahreswechsel kommt es zu ersten Toten. Bis Mitte Januar sind es Tausende. Am 18. Januar fordern 300 Iranerinnen und Iraner auf dem Odeonsplatz von der Politik ein klares Bekenntnis zur Solidarität mit dem iranischen Widerstand.
Für Freitag, den 13. Februar, rufen die exiliranischen Volksmudschaheddin zur Kundgebung auf dem Odeonsplatz auf. Ein paar Hundert Menschen skandieren „No to the Shah, no to the Mullahs“. Währenddessen beteuert der Sohn des Schahs, Reza Pahlavi, auf der sogenannten Sicherheitskon-
ferenz (Siko): „Ich habe keine persönlichen Ambitionen. Ich strebe nicht nach Macht. Ich möchte keine Krone auf dem Kopf oder einen Titel.“
11
Die Karte zeigt die vielen iranischen Militärbasen, die die USA umzingeln.
Aus ganz Europa sind sie gekommen, um am Nachmittag des 14. Februar auf der Theresienwiese dem Kronprinzen zuzuhören: 160.000 Iranerinnen und Iraner. Es sind iranische Flaggen zu sehen, dazu auch zahlreiche deutsche, israelische und US-amerikanische Fahnen. Auf manchen Mützen ist „Make Iran Great Again“ zu lesen. Als der republikanische US-Senator Lindsey Graham auf die Bühne tritt, jubelt die Menge und skandiert „U – S – A“. Parallel dazu finden noch in Toronto und Los Angeles Großdemonstrationen statt. Erstaunlich, dass bei den Kundgebungen und der De-
monstration gegen die Siko auch Iranerinnen und Iraner teilnehmen. Befragt, warum sie nicht auf der Wiesn seien, lachen sie und meinen: Viele von „denen“ seien Angehörige des Mittelstands bzw. der reichen Bourgeoisie, die 1979 mit dem Schah geflohen sei. „Sie wollen ihre Privilegien zurück. Mit denen haben wir nichts zu tun.“ „Aber meint Ihr nicht, dass der Sohn des Schahs zumindest als Brücke für einen Weg in die Demokratie wirken kann?“ „Wie die anderen auch, wird er, wenn er etwas von der Macht geschmeckt hat, alles daran setzen, sie ganz zu besitzen. Die alten verjagten Eliten werden sich zurückholen, was ihnen damals gestohlen wurde. Ihre Parole lautete ‚Javid Shah‘. Lang lebe der Schah! Und sie rufen ‚Gott – Schah – Vaterland‘ und ‚Tod den drei Korrupten – den Mullahs, den Linken, den Mudschaheddin’.“12
Die israelische Regierung und die israelischen Medien sowie die US-Regierung feierten den 12-tägigen Krieg gegen den Iran im Juni 2025 als erfolgreichen Angriff, der die Bedrohung durch den Iran beseitigt habe, indem er die iranischen Raketenbestände zerstört und das Atomprogramm des Landes zurückgeworfen habe. Dennoch starten Israel und die USA am Samstagmorgen des 28. Februar einen weiteren Angriff gegen den Iran, weniger als acht Monate nach dem letzten Krieg.13 Am 28. Februar marschieren ab 15 Uhr mehr als 250 Exiliranerinnen und -iraner vom Gärtner-platz zum Prinz-Carl-Palais. Sie skandieren „Thank you Bibi, thank you Trump!“

Zweiter Weltkrieg: An den einen erinnern sich manche Deutsche immer wieder gerne, an Erwin Rommel, an den populären, „ritterlichen“ General, den schneidigen „Wüstenfuchs“, der Nordafri-
kas Mittelmeerküste eroberte. „Schnell“ und „schneidig“ verlief kurz vor Weihnachten 1998 der US-amerikanisch-britische Luftangriff „Desert Storm“ mit Laserbomben, Marschflugkörpern und anderen Geschossen auf Saddam Husseins Bagdad. Unter Übergehen des UN-Sicherheitsrats und des Völkerrechts. Der „linke“ Bill Clinton war US-Präsident, der „linke“ Tony Blair britischer Pre-
mier, deutscher Bundeskanzler war der „linke“ Gerhard Schröder. Dessen Regierung fand das US-amerikanisch-britische Vorgehen „legitim“. Schließlich war die verbliebene Supermacht USA die oberste Repräsentantin und globaler Motor der „freien Marktwirtschaft“ in der neuen Weltord-
nung. Damit diese sich entfalten kann, sind rechtliche Einschränkungen oft Hindernisse, die zu delegitimieren sind: Pax Americana statt Völkerrecht! – Jetzt greift US-Präsident Trump den Iran an. Der Bundeskanzler ist bei Trump am 3./4. März zu Besuch und meint: „Wir stimmen überein, dass dieses schreckliche Regime in Teheran beseitigt werden muss.“ – Die Zukunftsschmiede (Be-
rufs- und Studienberatung für Abiturienten, Studenten und Absolventen)14 geht in die Politik. Für Freitag, 13. März, hält sie von 15.30 – 17 Uhr eine Mahnwache für Frieden und Einhaltung der Menschenrechte vor dem US-Amerikanischen Generalkonsulat in der Königinstraße 5 ab.
Jüdinnen und Juden, so die Meinung jüdischer Freundinnen und Freunde des Verantwortlichen dieser Webseite, fühlen sich in München sicher. Antisemitische Angriffe gebe es hier nicht. Trotz-
dem: Unbekannte greifen in der Nacht zum Freitag, 10. April, das Restaurant Eclipse Grillbar in der Maxvorstadt in München an und zerschlagen mehrere Fensterscheiben. Das Schlimme ist: Die Antisemiten interessiert offenbar nicht, welche politische Haltung ihre Opfer haben. Für Rassisten sind alle Juden gleich. In den folgenden Tagen kommt es zu Solidaritätskundgebungen. Am 16. April taucht ein dreißig Sekunden langes Bekennervideo der proiranischen Gruppe »Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiya« (Hayi) auf. Sinngemäß heißt es darin, der Angriff hätte auch am Tag stattfinden können, mit tödlichen Folgen für »Zionisten«. Außerdem wird davor gewarnt, sich entsprechenden Einrichtungen zu nähern. Auch ein Lageplan sowie ein Bild des betroffenen Restaurants sind zu sehen. Begleitet von dramatischer Musik erscheint ein Fadenkreuz mit der Bezeichnung »The Target«.
BRASILIEN
Brumadinho, 25. Januar 2019: Ein Dammbruch, 272 Tote, deutsche Mitverantwortung – und bis heute keine Gerechtigkeit. Am Samstag, 24. Januar 2026, befindet sich die Mahnwache „7 Jahre Straflosigkeit“ von 12 bis 14 Uhr auf dem Rindermarkt.
PALÄSTINA, LIBANON und ISRAEL
Das Vorgehen der israelischen Regierung und ihrer US-amerikanischen Unterstützer wird religiös motiviert: Gott habe, wie es im Alten Testament stehe, dem auserwählten Volk der Juden ein Reich versprochen, das vom Wadi Ägyptens bis zum Euphrat, also dem gesamten Nahen Osten, reiche. Somit seien die Levante, Jordanien, Syrien, Libanon und große Teile von Saudi-Arabien und Irak israelisch: „WEnn dich der HERR dein Gott ins Land bringet / darein du komen wirst dasselb ein-
zunemen / vnd ausrottet viel Völcker fur dir her / die Hethiter / Girgositer / Amoriter / Cananiter / Pheresiter / Heuiter vnd Jebusiter / sieben Völcker die grösser vnd stercker sind denn du / vnd wenn sie der HERR dein Gott fur dir gibt / das du sie schlechst / So soltu sie verbannen / das du keinen Bund mit jnen machest / nach jnen gonst erzeigest. Vnd solt dich mit jnen nicht befreunden / Ewr Töchter soltu nicht geben jren Sönen / vnd jre Töchter solt jr nicht nemen ewren Sönen. / Denn sie werden ewre Söne mir abfellig machen / das sie andern Göttern dienen / So wird denn des HERRN zorn ergrimmen vber euch vnd euch bald vertilgen. // SOndern also solt jr mit jnen thun / Jre Altar solt jr zureissen / jre Seulen zubrechen / jre Hayne abhawen / vnd jre Götzen mit fewr verbrennen. / Denn du bist ein heilig Volck Gott deinem HERRN / Dich hat Gott dein HERR erwelet zum volck des Eigenthums /aus allen Völckern die auff Erden sind. / Nicht hat euch der HERR angenomen vnd euch erwelet / das ewr mehr were denn alle Völcker / Denn du bist das wenigst vnter allen völckern. / Sondern das er euch geliebet hat / vnd das er seinen Eid hielte / den er ewren Vetern geschworen hat / hat er euch ausgefüret mit mechtiger Hand / vnd hat dich erlöset von dem Hause des diensts / aus der hand Pharao des königes in Egypten.“15 Ebenfalls: „VND Josua sprach zu den kindern Jsrael / Erzu /vnd höret die wort des HERRN / ewrs Gottes. / Vnd sprach / Dabey solt jr mercken / das ein lebendiger Gott vnter euch ist / vnd das er fur euch aus-
treiben wird die Cananiter / Hethiter / Heuither / Pheresiter / Gergositer / Amoriter vnd Jebu-
siter. / Sihe / die Lade des Bunds des Herrschers vber alle Welt / wird fur euch hergehen in den Jordan.“16
Rihm Hamdan hat „From the River to the Sea“ bei einer Kundgebung im letzten Jahr zitiert. Die Berufungsverhandlung findet am 6. Februar um 10 Uhr im Amtsgericht München, Nymphenbur-
ger Straße 16, 1. Stock, Sitzungssaal B 162, statt. Schon um 9 Uhr beginnt eine Kundgebung vor dem Gebäude.

1. März: Israels Angriff auf den Libanon ist brutal. Etwa eine halbe Million Menschen werden aus ihren Häusern vertrieben, während Israels Armee mit Drohnen, Artillerie, Panzern und Boden-
truppen mit Waffen mit weißem Phosphor Teile des Landes erobert. Ganze Familien mit ihren Kindern werden getötet und Tausende verletzt. Bis zum 17. März hat Israel im aktuellen Krieg mindestens 912 Menschen im Libanon getötet.

Seit Jahren berichten die deutschen „Qualitätsmedien“ nur äußerst zögerlich über das Vorgehen des Staates Israel in Gaza und in der Westbank, versäumen Informationen oder verfälschen sie. Leserbriefe und Protestschreiben ändern daran nichts. Ob Bücher, die jetzt erscheinen, Wirkung zeigen?17
Israel führt die Todesstrafe wieder ein. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung findet das nicht gut. Darauf spricht Israels Botschafter Prosor von „arroganten Belehrungen“. David Herzog fragt ihn darauf: „Wie viele Menschen waren glücklich, daß du gelebt?“18


5. Mai: »Vor dem Hintergrund der aktuellen Konflikte mit Russland und dem Iran sieht Bundes-
außenminister Johann Wadephul (CDU) Deutschland und Israel in einer neuen Phase der Sicher-
heitspartnerschaft. „Dieser Konflikt mit dem Iran und auch der Konflikt in der Ukraine haben uns deutlich vor Augen geführt, dass wir uns näher stehen als je zuvor und wir ein gemeinsames In-
teresse haben“, sagte Wadephul am Dienstag nach einem Treffen mit dem israelischen Außenmi-
nister Gideon Saar in Berlin. Das Einstehen „für die Existenz und für die Sicherheit des Staates Israels gehört zum Wesenskern unserer Beziehungen“, sagte Wadephul. Angesichts der Weltlage hätten beide Länder nun zudem „eine ganz neue Sicherheitspartnerschaft miteinander begründet“. Insbesondere hinsichtlich des Iran, seines ballistischen Raketenprogramms und seines Atompro-
gramms teilten Deutschland und Israel diese Sicherheitsinteressen „vollständig“. Wadephul ver-
wies darauf, dass Israel, „das Land, in dem die Opfer der Schoa Zuflucht fanden, auch zur Sicher-
heit Deutschlands“ beitrage. Als Beispiel nannte er den Erwerb des in Israel gefertigten Raketen-
abwehrsystems Arrow 3. Dass Technologie aus Israel heute den deutschen Luftraum schützt, er-
fülle ihn „mit Demut“. „Wir freuen uns darüber, dass wir Freunde wie Israel an unserer Seite ha-
ben“, sagte Wadephul. Beide Länder arbeiteten „so effektiv wie möglich“ zusammen „im Interesse der gemeinsamen Zukunft“.«19

78 Jahre nach der Nakba kämpfen Palästinenserinnen und Palästinenser weiterhin für ihr Recht auf Selbstbestimmung. Gaza trägt die Wunden eines Völkermords. Das Westjordanland ist fort-
währender Landenteignung ausgesetzt. Jerusalem steht unter strenger militärischer Kontrolle. Palästinenserinnen und Palästinenser innerhalb der Grünen Linie sind systematischer, staatlich geförderter Gewalt ausgesetzt.
UKRAINE
24. Februar: 800 Menschen fordern auf dem Marienplatz am vierten Jahrestag des russischen Angriffs stärkere humanitäre und militärische Hilfe. Die Ukrainer verteidigten „ihre – und unsere – Freiheit und Demokratie“, heißt es.
SÁPMI
Goldgräberstimmung: Die Klimakatastrophe lässt auch den Boden des Siedlungsgebiets der halb-
nomadisch mit ihren Rentierherden lebenden Sámi auftauen. Das weckt Begehrlichkeiten. Sápmi reicht von Norwegen, Schweden, Finnland bis zum Weißen Meer und der russischen Halbinsel Kola. Holzeinschlag, neu definierte Gebiete für monokulturellen Anbau von Nutzpflanzen, Claims für den Abbau von Bodenschätzen, die Zerstückelung von Landschaft durch den Bau von Wind-
parks und Verkehrstrassen und vieles mehr zerstückelt Sápmi und lässt neue Grenzzäune wachsen. Dazu kommt „grüner Kolonialismus“ aus Zentraleuropa. Mit dabei: Die Stadtwerke München (SWM). Am 7. Mai spricht die Sámi-Aktivistin Camilla Therese Karlsen um 19 Uhr im EineWelt-
Haus.20
1 Siehe https://www.untergrund-blättle.ch/politik/nordamerika/die-usa-allemal-besser-als-trump-009545.html. – Der Internationale Gewerkschaftsbund beschreibt die globale Agenda des neoliberalen liquiden Autoritarismus: https://www.ituc-csi.org/das-trump-musk-modell?lang=de
2 Siehe Karin Leukefeld, Vom Kollateralschaden zum Doppelschlag – Kriegsverbrechen als Routine: https://www.nachdenkseiten.de/?p=148206
3 Siehe die Bilder der Kundgebung „no kings“ von Cornelia Blomeyer.
4 Siehe https://www.attac.de/blog/detailansicht/news/der-leise-umbau.
5 Siehe die Bilder der Kundgebung „nein zur intervention – Venezuela ist nicht allein“ von G. Gerstenberg.
6 Siehe https://www.anfimages.live/photos/f/avrupa/21905.
7 Siehe https://www.youtube.com/watch?v=LxlgKj2qKps.
8 Schnappschuss beim Newroz-Fest in Wien am Sonntag, 22. März: https://deutsch.anf-news.com/kultur/-50828
9 Siehe
- https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-50907,
- https://muenchen.rote-hilfe.de/kundgebung-in-solidaritaet-mit-zuebeyde-am-27-maerz-um-17-uhr/,
- https://muenchen.rote-hilfe.de/24-04-26-kundgebung-und-petition-fuer-zuebeyde/ und
- „freiheit für zübeyde“ von Günter Wangerin.
10 Black Mosquito
11 https://sonar21.com/wp-content/uploads/2026/02/mapUS-Military-Bases-around-IRAN-1748484206.2147-1771078444.3185.jpg
12 Siehe die Bilder der Kundgebung „gott – schah – vaterland“ von Cornelia Blomeyer.
13 Siehe https://www.infosperber.ch/politik/welt/die-maenner-die-glauben-regime-stuerzen-zu-koennen/.
15 Das fünfte Buch Mose, Deuteronomium 7, 1 – 6, in: Martin Luther, Biblia, das ist, die gantze Heilige Schrifft Deudsch, Wittenberg 1534.
16 Das Buch Josua 3, 9 – 11, in: Martin Luther, Biblia, das ist, die gantze Heilige Schrifft Deudsch, Wittenberg 1534.
17 Fabian Goldmann, Staatsräsonfunk. Deutsche Medien und der Genozid in Gaza, Berlin 2026. —Donnerstag, 21. Mai, 19 Uhr: „Staatsräsonfunk“, Vortrag & Lesung mit Fabian Goldmann im Kulturhaus Milbertshofen, Curt-Mezger-Platz 1
18 Siehe https://igel-muc.de/rssshow.php?guid=20260403.
19 https://www.welt.de/politik/deutschland/article69fa2aa028c8b458659191fd/treffen-in-berlin-stehen-naeher-als-je-zuvor-deutschland-und-israel-begruenden-neue-sicherheitspartnerschaft.html?cid=socialmedia.email.sharebutton
20 Siehe
- https://nordsuedforum.de/aktuelles,
- https://www.oeku-buero.de/alle-geplanten-veranstaltungen.html und
- https://vimeo.com/1187380967.