Flusslandschaft 2026

Gewerkschaften/Arbeitswelt

- Hochschulen und Unikliniken
- Lufthansa
- Münchner Verkehrsgesellschaft
- Sozialarbeit
- Theater


HOCHSCHULEN und UNIKLINIKEN

Für Mittwoch, 28. Januar, ruft ver.di Beschäftigte an Universitäten und anderen Hochschulen, in Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen zu Warnstreiks auf. Der „Campus-Streiktag“ umfasse Kundgebungen, Infostände und Aktionen. Am Donnerstag finden Streiks an den Uni-Kliniken statt.

LUFTHANSA

Bei der Fluggesellschaft gehen am Donnerstag, 12. März, Piloten und Flugbegleiter gleichzeitig in einen ganztägigen Streik. Während die Piloten laut Aufruf der Vereinigung Cockpit (VC) für höhe-
re Betriebsrenten streiken, will die Kabinengewerkschaft Ufo einem Sprecher zufolge mit einem Warnstreik Verhandlungen zu verschiedenen Tarifverträgen erzwingen. Die Flüge der Kernmarke Lufthansa und der Frachtfluggesellschaft Lufthansa Cargo, die Regional-Tochter CityLine, Anrei-
sen von Cockpit-Beschäftigten zum Einsatzort, Bereitschafts- und Reservedienste sowie Simulator-
trainings werden ebenfalls bestreikt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist sauer: Im Konzern könne Wachstum nur dort stattfinden, wo Geld verdient werde.

MÜNCHNER VERKEHRSGESELLSCHAFT

Montag, 2. Februar, Warnstreik: Die MVG erwartet bei Bussen einen stark eingeschränkten Be-
trieb. Die U-Bahn bleibe aus Sicherheitsgründen zunächst außer Betrieb. Ob später zumindest eine Linie fahren könne, hänge davon ab, ob genug Personal den Dienst antrete. Ähnlich sei die Situa-
tion bei der Tram. Ver.di fordert dabei unter anderem eine Erhöhung der Tarifgehälter um 668,75 Euro pro Monat sowie die Reduzierung der Wochenarbeitszeit um 3,5 Stunden auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Da es zu keiner Annäherung der Tarifparteien gekommen ist, wird bei der MVG auch am 27. und 28. Februar gestreikt. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) bewegt sich nicht. Ab Mittwoch, 18. März, ruft die Gewerkschaft erneut Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn-
fahrer zum Streik auf. Zwischen 11 Uhr am Mittwoch und 4 Uhr am Freitagmorgen gehen die Be-
schäftigten des kommunalen Nahverkehrs in den Ausstand. Erste Einschränkungen drohen aber bereits am Dienstag (17. März). Dann sind nämlich bereits die Mitarbeiter der Leitstelle sowie beim Fahrgastservice zum Streik aufgerufen.

SOZIALARBEIT

Ob Pflegekraft, Lehr- oder Reinigungskraft, ob Handwerker*in, ob Sozialarbeiter*in oder städti-
sche Beschäftigte, ob Künstler*in, ob Renter*in oder Kinder und Jugendliche, ob städtisch-geför-
derte Einrichtung oder Wohnungslose … – die derzeitigen und noch anstehenden massiven Kür-
zungen betreffen alle. Dabei hat der Stadtrat am 17. Dezember noch nicht einmal alle bereits an-
gedachten Kürzungen beschlossen (44 Mio im Sozialen, 18 Mio bei der Kultur). Dass wegen der Kommunalwahlen wesentliche und schmerzhaftere Teile der geplanten Streichungen auf nach der Wahl verschoben wurden, ist schlicht und einfach WählerInnentäuschung! Denn es geht nicht nur um Stellenstreichungen und einen Einstellungsstopp bei städtischen Bediensteten, der sich be-
sonders stark im Sozialen, bei der Bildung, der Kultur und bei der Nachhaltigkeit auswirkt, son-
dern darum ob ein Service für die BürgerInnen überhaupt noch geleistet werden kann. Überlaste-
tes Personal bedeutet z.B. dass Wohngeldanträge nicht bearbeitet, Pässe nicht ausgestellt und so-
ziale Leistungen eingeschränkt werden. Eine Kundgebung findet am Samstag, 28. Februar, um 14 Uhr auf dem Marienplatz statt.1

THEATER

Ver.di ruft zum ersten bundesweiten Theaterstreiktag am Freitag, 23. Januar, auf. Dabei gehen auch die Beschäftigten der Münchner Theaterhäuser auf die Straße. Die zentrale Kundgebung findet um 14 Uhr vor dem bayrischen Finanzministerium am Odeonsplatz statt.2


1 Siehe https://unkürzbar.org/.

2 Siehe https://kunst-kultur.verdi.de/schwerpunkte/gemeinsam-verhandeln/++co++6f458df6-c546-11f0-9765-219dab4fbe76.