Flusslandschaft 2026
Wohnen
„… Auf den einschlägigen Plattformen werden Wohnungen zu irrwitzigen Preisen angeboten. Dort kostet laut Marktbericht des Immobilienverbandes Deutschland der Quadratmeter im Bestand durchschnittlich 21,60 Euro, im Neubau 24,70 Euro. Und damit nicht genug: Immer mehr Vermie-
ter setzen noch eins drauf und bieten ihre Wohnung möbliert und auf Zeit an. So können Vermie-
ter mehr verlangen als üblich – und die Mieten immer wieder an die steigenden Preise anpassen. Die Folge, so Monika Schmid-Balzert vom Mieterverein München: ‚Familien finden nichts, Rent-
ner finden nichts, Alleinerziehende finden nichts.‘ Laut Pestel-Institut fehlen in München 16.900 Wohnungen, fast 10.000 müssten in den nächsten fünf Jahren jährlich gebaut werden, um den Mangel auszugleichen …“1

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Über 5.000 demonstrieren auf dem Odeonsplatz.3
Eine Erdgeschosswohnung am Johannisplatz in Haidhausen (ein Zimmer, ein Bad, 30 Quadratme-
ter, Kaufpreis: 945.000 Euro) steht im Mai beispielhaft für das obere Ende des Münchner Immo-
bilienmarkts. Inklusive Nebenkosten für Steuern, Notar und Grundbuch landen Käufer bei knapp einer Million Euro; rund 33.000 Euro pro Quadratmeter. Neubauwohnungen in zentraler Lage kosten in München im Schnitt sonst rund 20.000 Euro pro Quadratmeter; am Stadtrand 10.000 bis 15.000 Euro.
1 ver.di publik 1/2026, 13.
2 Foto: Volker Derlath
3 Siehe
- https://mietendemo-muenchen.de/programm/,
- https://basisfinden.wordpress.com/2026/02/04/mietendemo-munchen-7-2-26-ab-14h-odeonsplatz/
- Lieder des Attac-Chor auf der „Mietendemo“ und
- https://youtu.be/DBTZydNacVI.