Flusslandschaft 2006

AusländerInnen

Am 31. Juli leben 1.313.093 Einwohnerinnen und Einwohner mit Hauptwohnsitz in München, davon 302.470 Ausländerinnen und Ausländer. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung beträgt 23 Prozent. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt bei 34 Prozent. Der Anteil der Asylbewerberinnen und Asylbewerber unter den AusländerInnen beträgt 0,6 Prozent.

Oguz Lüle gründet im Wörthhof in der Haidhauser Wörthstraße ein Kulturzentrum, das zu einer Anlaufstelle für Hilfe suchende Ausländer wird. Er macht mit ihnen Behördengänge und unterstützt sie bei rechtlichen Konflikten mit Hilfe der Rechtsanwältin Nihal Ulusan. 2009 gründet er die Initiative Zivilcourage und wird dafür 2010 mit den Preis Münchner Lichtblicke ausgezeichnet.

„Eine Studie der angesehenen Friedrich-Ebert-Stiftung zu Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in Deutschland belegt im November, dass in Bayern im Vergleich zu allen anderen Bundesländern der prozentuale Anteil der Bürger, die immer noch den Nationalsozialismus verharmlosen, die Juden nicht dulden wollen und chauvinistische Ideale hegen, am höchsten ist; zudem sind nicht weniger als 42,4 Prozent der Bayern ausländerfeindlich eingestellt; sowohl das bayerische Innenministerium als auch die CSU beeilen sich die Umfrage als ‘manipulativ’ und ‘nicht repräsentativ’ zu kritisieren.“1


1 Robert Schlickewitz, Sinti, Roma und Bayern. Kleine Chronik Bayerns und seiner „Zigeuner“, 2008, www.sintiromabayern.de/chronik.pdf, 184.

Überraschung

Jahr: 2006
Bereich: AusländerInnen

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