Flusslandschaft 2026
Fußball
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Noch stehen überall die Plakatständer der Kommunalwahlen. Am Mittwochmorgen, 11. März, staunen die, die zur Arbeit gehen: Unzählige Wahlplakate – angeblich sind es 1.860 – sind über-
klebt, sogar gegenüber der Geschäftsstelle des FC Bayern in der Säbener Straße. Vergangenen Herbst hatte der Bundeskanzler geraunt, das Stadtbild gefalle ihm nicht, „fragen Sie meine Töch-
ter“. Damit meinte er vermutlich den Anblick muslimischer Kleidung und vorderasiatisch-arabi-
scher Physiognomien im deutschen öffentlichen Raum. Dabei wollen ihn die Fans von 1860 München unterstützen. A bisserl hinterfotzig ist es schon, wenn der Bayern-Fan nach dem Genuss von einem Krügerl Bier unterm Tisch liegt.
Weltmeisterschaft: Paraguay kickt am 30. Juni die deutschen Fußballtreter im Sechzehntelfinale aus dem Wettbewerb, Schland trauert. Der höhnische Trost, Österreich und die Schweiz seien doch noch im Rennen, löst Verbitterung aus. Die Suche nach den Schuldigen beginnt. Das ist mit Si-
cherheit nicht die Fédération Internationale de Football Association (FIFA), ein privater Verein nach Schweizer Recht in Zürich, dessen sympathischer Präsident seine Wiederwahl absichert, indem er die Zahl der FIFA-Mitgliedsländer aufstockt und bei der WM 48 statt 32 Teams spielen lässt. Aber es geht nicht nur um Austragungsorte, um nationale Interessen, um Geopolitik, es geht der Korruptionsmaschine FIFA mit Standorten u.a. in Zürich, Miami, Paris und Dubai in erster Linie um Geld, um Übertragungsrechte etc. Die Behauptung, die FIFA sei schuld am deutschen Debakel, ist Quatsch. Eher sind die schuld, die sich das WM-Spektakel reinziehen.
1 In der Landwehrstraße, Foto: Franz Gans