Materialien 2008

AufgeMUCkt!

Hintergrundinformationen zur Startbahn 3

1992 wurde der Flughafen München II im Erdinger Moos als Ersatzflughafen für Riem eröffnet. Um das erhoffte und prognostizierte Wachstum zu erzielen begann man mit der direkten Bezu-
schussung des ohnehin steuerfreien Kerosins für Langstreckenflüge. Bei einer Flugdauer von mehr als fünf Stunden werden inzwischen 12 € / Tonne Kerosin bezahlt um den Standortnachteil des Flughafens München“ auszugleichen. Dank der kräftigen Subventionen und der deutlichen Aus-
weitung des Nachtfluges wächst der Flughafen überdurchschnittlich.

Mit dem Bau und der Inbetriebnahme des Terminal II werden weitere Fakten geschaffen, um
den Flughafen München II zum internationalen Drehkreuz auszubauen. Mit immer weiteren Ausbaumaßnahmen wurde bisher dafür gesorgt, dass die FMG die Gesellschafterdarlehen von eindreiviertel Milliarden Euro weder getilgt noch verzinst hat. In Zeiten knapper Kassen ist es ein Skandal wie hier mit Steuergeldern umgegangen wird.In sozialen Bereichen, im Bildungssektor, überall werden die Zuschüssen gesenkt, aber für Prestigeobjekte werden aus Sondertöpfen Geldmittel locker gemacht.

Der Flughafen ist schon jetzt mit seinen zwei bestehenden Bahnen am einfachsten nur aus der
Luft zu erreichen. Die versprochene Ausweitung der Verkehrsanbindung zum Bau einer Dritten Startbahn sind also nur längst fällige Infrastrukturmaßnahmen.

Die FMG plant eine dritte Bahn, die nördlich der bestehenden Bahnen im Abstand von 1000 Metern mit einer Länge von 4000 Metern im Gemeindebereich Eittingermoos/Schwaigermoos
zu liegen käme.

Die Bürgerinnen und Bürger von Eittigermoos und Schwaigermoos müssen eine Absiedlung befürchten, das Leben in Attaching und Berglern wird zur Lärmhölle.

Aber auch die Bürgerinnen und Bürger in den anderen umliegenden Gemeinden werden massiv von einer Erweiterung des Flughafens betroffen sein.

Es wird zu einer massiven Erhöhung der Flugbewegungen kommen. Das Flughafenumland wird von einem Lärm- und Abgasteppich überzogen werden.

Aufgrund eines künstlich herbeigeführten Wachstums des Flugverkehrs am Flughafen München erklärt die FMG am 27. Juli 2005 nach Abstimmung im Aufsichtsrat mit den Gesellschaftern (Freistaat Bayern 51%, Bund 26% Stadt München 23%) die Notwendigkeit einer dritten Startbahn.


Münchner Lokalberichte 18 vom 4. September 2008, 1.

Überraschung

Jahr: 2008
Bereich: Umwelt