Flusslandschaft 1987

SchülerInnen

„1. Juni: Mit Schulstreiks, Demonstrationen und einer Kundgebung auf dem Odeonsplatz pro-
testieren rund 4.000 Münchner Gymnasiasten gegen die vom Kultusministerium geplante Schulzeitverkürzung. Bei der Aktion unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hahnzog bekunden die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der bayerische Philologenverband ihre Solidarität mit den Schülern. Der Plan des Kultusministeriums sieht vor, von 1989 an das zweite Halbjahr der 13. Klasse um einen Monat auf den 31. Mai zu verkürzen. Dann könnten die Schüler. die zur Bundeswehr eingezogen würden, sofort antreten und sie wären nach den von diesem Jahr an 18 absolvierenden Monaten rechtzeitig zum Wintersemester fertig und könnten ohne Zeitverlust mit dem Studium beginnen.“1

„5. Oktober: Rund 250 Schüler der Fachoberschule für Gestaltung in Giesing protestieren im Schulreferat gegen den ständigen Unterrichtsausfall im Fach Mathematik. Schüler erklären, sie hätte seit Monaten keinen Mathematiklehrer mehr. Sie befürchten, dass damit ihre Abschluss-
prüfung gefährdet ist. Eine Delegation der Schüler wird von Stadtschulrat Loichinger empfangen. Er weist darauf hin. dass es generellen Mangel an Mathematiklehrern gebe, zum 1. November könne jedoch einer verpflichtet werden.“2

Siehe auch „Das Schulgebet in Bayern – unvereinbar mit dem Grundgesetz“ von Johannes Glötzner.


1 Stadtchronik, Stadtarchiv München; Süddeutsche Zeitung 125, 1, 4, 24.

2 Stadtchronik, Stadtarchiv München; Süddeutsche Zeitung 229, 1, 4, 24.

Überraschung

Jahr: 1987
Bereich: SchülerInnen