Flusslandschaft 1951

Bürgerrechte

Der Deutsche Bund für Bürgerrechte gilt als Dachorganisation einzelner lokaler „Bürgerrechts-
gesellschaften“. In München residiert die Gesellschaft für bürgerliche Freiheiten in der Von-der-Tann-Straße 2.

Am 11. Juli stimmt der Bundestag gegen das Votum der KPD-Abgeordneten im 1. Strafrechts-
änderungsgesetz, dem sogenannten „Blitzgesetz“, weil es in großer Hast durchgepeitscht wird, für die Einführung des politischen Strafrechts über Hoch- und Landesverrat hinaus zur sogenannten Staatsgefährdung, ein Strafgesetz gegen den „gewaltlosen Hochverrat“, und löst damit in den 50er und 60er-Jahren staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen 200.000 Menschen aus; in etwa 10.000 Fällen kommt es zu Verurteilungen. Auf Rehabilitierung geschweige denn Entschädigung warten die Opfer der politischen Strafjustiz bis heute (2011) vergeblich.

Überraschung

Jahr: 1951
Bereich: Bürgerrechte