Flusslandschaft 1974

Kinder

1969 erschien im März Verlag Edwin Hoernles „Grundfragen proletarischer Erziehung“ mit den Kapiteln „1. Erziehung, Gesellschaft, Klasse 2. Familie & Erziehung 3. System & Apparat der bür-
gerlich-kapitalistischen Erziehung 4. Grundsätze kommunistischer Erziehung 5. Reformistische & kommunistische Erziehung 6. Die Jüngsten – Spiele & Märchen 7. Literatur“. Das Buch, das zum „Klassiker“ wird, betont, dass Erziehung in der Klassengesellschaft einen spezifischen Charakter zu haben hat. Auch in München kümmern sich Aktivisten um „proletarische Kindererziehung“.1


1971 veröffentlichten Pea Fröhlich und Jens Heilweyer „Now – Theater der Erfahrung – Material zur neuen amerikanischen Theaterbewegung“. Inzwischen organisieren sie den La Mama Kinder-
spielklub Johannisplatz
. Ihr wichtigstes Motiv: „Wir arbeiten mit Kindern aus sozial benachteilig-
ten Schichten, weil hier die Defizite am größten sind. 2.Wir wollen erreichen, dass den Kindern ihre soziale Lage bewusst wird. (Ihre Situation ist gesellschaftlich bedingt und kein individuelles Leiden.) 3. Damit geht einher, dass die Kinder lernen, gesellschaftliche Verhältnisse zu analysie-
ren.“2

(zuletzt geändert am 5.7.2020)


1 Siehe „Sozialarbeit: Arbeit mit proletarischen Kindern“.

2 Zit. in: Kunst + Unterricht 24 vom April 1974, Velber bei Hannover, 11. Siehe Pea Fröhlich/Jens Heilmeyer, Modell Kinderspielklub. Zielgruppenarbeit mit Kindern. Materialien zur Praxis neuer Spielmethoden, Köln 1974.

Überraschung

Jahr: 1974
Bereich: Kinder