Flusslandschaft 1999

Seniorinnen und Senioren

„Fast täglich bitte ich als Leiter einer Pflegezentrale einen Krankenkassen-Sachbearbeiter, sich den Patienten persönlich anzuschauen, wenn wieder willkürlich Leistungen gestrichen werden. Alle vorbeugenden Maßnahmen, die den gefürchteten Dekubitus verhindern sollen, werden derzeit von den Krankenkassen abgelehnt – ich betone: alle! Sogar Patienten, denen der Tod kurz bevor steht, bilden keine Ausnahme. Die Ablehnungen gipfeln in der Aussage eines AOK-Mitarbeiters, die Patientin solle sich erst wundliegen, dann wird wieder bezahlt. München – Günter Wagner“1


1 Der Spiegel 11 vom 15. März 1999, 13.