Flusslandschaft 1999
Jugend
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Den Kids ist nicht zu helfen! Da stolzieren Gothics in langen schwarzen Mänteln herum, provozieren mit ihren Piercings, da dröhnt Rammstein seinen protovölkischen Bombast und die schwarzen Gestalten tanzen sich die Seele aus dem Leib. Martialischer Gestus scheint destruktive Haltung und brutale Gesinnung auszulösen und Rufe nach Verboten und Zensur werden laut. „Dabei ist es das allersimpelste und grundlegendste Kriterium aller Codierungen, die in Jugendkulturen benutzt werden, dass Symbole, Zeichen und Bilder nie das heißen, was sie in der Alltagskultur heißen. Sie sollen ja gerade nicht für alle, sondern nur für einige verständlich sein — gerade deswegen sind sie ja so verbindlich. Allen anderen sollen sie nur etwas signalisieren. Im Zweifelsfall einfach nur die Stärke, Autonomie und Verteidigungsbereitschaft der jeweiligen Subkultur …“1
1 Diedrich Diedrichsen: „Die Boxen des Bösen. Warum die Zeichen der Popkultur immer wieder falsch gelesen werden“ In: Süddeutsche Zeitung 108 vom 12./13. Mai 1999, 19.
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Jugend. In: Protest in München seit 1945. Stand: 18. November 2025. URL: https://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/4517 (abgerufen am TT.MM.JJJJ).