Flusslandschaft 2022
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Der Ziegelbrenner schreibt aus Bremen, er fände es ein falsches Zeichen, in 2022 die großen Buchmessen abzusagen, und fährt fort: „Ein fatales Signal ist die Messe-Absage auch vor dem Hintergrund des forcierten digitalen Umbaus der Gesellschaft im Zuge der Pandemie. Welche Zukunft die Tech-Konzerne für uns vorsehen, liegt auf der Hand, es ist, in einem Satz zusammengefasst, der vollständig erfasste und verdatete, in jedem Atemzug überwachte, nur mehr aus optimierten Einzelteilen bestehende Maschinen-Mensch (Transhumanismus), dessen soziales Leben (und Kaufverhalten) sich vollständig im Internet und in den (a-)„sozialen“ Medien abspielt. Reales Zusammenkommen, das gilt zunehmend als Gefahr in einer Welt, da die Mitmenschen nur noch als Virenträger wahrgenommen werden, und es ist zu unsicher, auch, weil die sozialen Dynamiken zu schwer kontrollierbar sind, weil es zu Zusammenrottungen führen kann, weil Menschen gemeinsame Interessen erkennen könnten. Das es der Digitalisierung zu viel ist, dämmert Manchen, und in einem Vorsatz für 2022 bekundete rund ein Zehntel der Internet-Nutzer*innen, sich künftig teilweise oder gar ganz (14% dieser 10%) aus der digitalen Welt zurückziehen zu wollen. Auch wenn Viele dies am Ende nur kurz durchhalten, so drückt sich darin doch auch ein Begehren nach echten Zusammenkünften und nach analogen Erfahrungen aus.“1
1 Siehe https://www.ziegelbrenner.com.
Diesen Artikel zitieren
. In: Protest in München seit 1945. Stand: 6. September 2026. URL: https://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/5616 (abgerufen am TT.MM.JJJJ).