Flusslandschaft 1981

Lebensart

Ja jetzad aba, wos is des! S Bladl vakafft da Blimi in da Wurzel in da Hoizstraß und i gfrei mi, wann ihn siech, und heit gibta mas und ssteht „baiern“ drauf. I glaab, da Carl-Ludwig is gwen, weilst auf da drittn Seit „Grias enk beinand“ liest. Hagottsack, in da Schui hams mas neidruckt, aba i hobs nia packt, die lichtn Höhn vom Hochdeutschn z erklimmn, was soi des, hob i mi gfrogt. Scho pfundig, wann oana vo de Aboridschines amoi wos fia d letztn hiesign Mohikaner vazapft, wos a vastengan. Meassi sog i!1

Scho imma hot da Baurnfünfer sell grantlt, aba s is nix gscheng, jetzt grantlt a da Xaverl, aba hoit anderscht.2

»Als die jungen Leute 1981 dazu übergingen, im Adams- beziehungsweise Evaskostüm auf den Wegen spazierenzugehen, verbreitete sich die Kunde von diesem „Skandal“ weit über die Grenzen Münchens hinaus. Die amerikanische Zeitschrift „Time“ informierte die Weltöffentlichkeit. Mün-
chen hatte wieder einen „Bürgerschreck“, und – wie könnte es anders sein? – er trat nicht in den Bogenhauser Anlagen, im Westpark oder auf dem Haidhauser Grüzner-Bergerl auf, sondern eben am Schwabinger Bach.«3

(zuletzt geändert am 11.4.2026)


1 Siehe
- https://blatt-muenchen.de/showblatt?p=192 und
- https://blatt-muenchen.de/showblatt?p=194, 38.

2 Siehe https://blatt-muenchen.de/showblatt?p=198, 13.

3 Brigitta Rambeck: „Münchens schönste Tochter. Plätze, Parks, Brunnen und Denkmäler“ in: 1200 Jahre Schwabing. Geschichte und Geschichten eines berühmten Stadtviertels, München-Gräfelfing 1982, 39.

Überraschung

Jahr: 1981
Bereich: Lebensart