Flusslandschaft 2000

Kunst/Kultur

MUSIK und AKTIONEN

Das „Schwabinggrad Ballett“ ist eine offene Aktivistengruppe um Künstler wie Chicks On Speed, Ted Gaier, Bernadette LaHengst, Knarf Rellöm, Ekkehard Ehlers und den Buttclub -Betreibern. Es ist aber kein reines Musik-Projekt, sondern auch Dada-Aktivismus auf Demos, Grenzcamps und Anti-Olympia-Veranstaltungen, etc. Gegründet wurde das „Schwabinggrad Ballett“ im Jahr 2000 beim „NoBorder-Camp“. Anfangs nur als Gruppe für subversive Polit-Aktionen auf Demonstratio-nen, Wirtschaftsgipfeln und Grenzcamps u.ä. gedacht, hat sich ein Teil der Gruppe dazu entschlos-sen eine gemeinsame Platte zu machen, die auf dem Berliner Staubgold-Label veröffentlicht wur-de. Der Name „Schwabinggrad Ballett“ setzt sich laut Aussage der Künstler-Gruppe aus dem Na-men des Stadtviertels der ersten bohemistischen Straßenmusiker-Krawalle der Republik und dem Namen der Stadt der größten Niederlage der Nazis zusammen.

Die Kieswege knirschen, wenn mit leise surrenden Motoren die blitzenden Benz`und BMWs den Hügel erklimmen, da geht ein Raunen durch die geduldig wartende Masse, wenn die Türen sich öffnen, die Roben und edlen Tuche erstrahlen und über den roten Teppich stöckeln, da ist wieder der Sommer der Erregung über die aktuelle Inszenierung, die den zeitlosen Stoff — das hats früher nicht gegeben! — zeitgeistig vergewaltigt. »festspiele … // wenn die eingebildete minderheit / mit unser aller geld / SICH SELBST / inzeniert«1

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25. Juli: „Pathos und Macht, Staatskult und Größenwahn“, ästhetischer Kontrapunkt zur Staatswagnerei auf dem grünen Hügel in Bayreuth, eine Aktion von Wolfram P. Kastner, Georg Ledig, Edgar Liegl, Günter Wangerin und Jean-Marie Weber3

THEATER und FILM

Am 28. April beendet Alexeij Sagerer seinen programmatischen Text „‚Innen’ und ‚Aussen‘. Texte zur Produktion von Theater“.4

Der proT-live-film „Was sind ‚Kleine Raumschiffe, local heroes‘ (OR 5.1.1)“ entsteht mit dem Film- und Theaterprojekt „Die vier Simulations-Flüge. 1. Flug: Was sind ‚Kleine Raumschiffe, local hero-
es‘ (OR 5.1.1)“ in München am 7. Juli, 20:47:00 bis 22:46:00 Uhr, in einem Kellergewölbe in den Einsteinhallen in 4 Fasen à 28 Minuten: 1. Fase: Das Simulations-Raumschiff – 2. Fase: Start-Mengen-Test – 3. Fase: Grosser-Bewegungsmengen-Test – 4. Fase: Steppen-Landung. Captain: Alexeij Sagerer. Stewardessing: Christiane Rupprecht, Burchard Dabinnus. Orchester: Erwin Rehling, Christoph Reiserer, Sebastiano Tramontana. Licht/Ton: Hubert Radl, Jens Baier. Film: lilis park (Katrin Gebhardt-Seele, Sabine Herrmann). Kamera-Performance: Christian Virmond, Eva Ruhland, Martina Bieräugel. Internet: Walter Ecker. Ein Film von Alexeij Sagerer.5

Der live-film „Was sind ‚intercity-space-shuttles‘ (OR 5.1.2)“ entsteht mit dem Film- und Theater-
projekt Die vier Simulations-Flüge. 2. Flug: „Was sind ‚intercity-space-shuttles‘ (OR 5.1.2)“ in München am 14. Juli, 20:47:00 bis 22:15:00 Uhr, in einem Kellergewölbe in den Einsteinhallen in 3 Fasen à 28 Minuten: 1. Fase: Balance-Bänder-Test – 2. Fase: Spezial-Tonmengen-Verdichtungs-Test – 3. Fase: city-landing. Captain: Alexeij Sagerer. Stewardessing: Christiane Rupprecht. Orche-
ster: Erwin Rehling, Christoph Reiserer. Licht/Ton: Hubert Radl, Jens Baier. Film: lilis park (Kat-
rin Gebhardt-Seele, Sabine Herrmann). Kamera-Performance: Eva Ruhland, Martina Bieräugel. Internet: Walter Ecker. Ein Film von Alexeij Sagerer.6

Der live-film „Was sind ‚intercontinental-space-shuttles‘ (OR 5.1.3)“ entsteht mit dem Film- und Theaterprojekt Die vier Simulations-Flüge. 3. Flug: „Was sind ‚intercontinental-space-shuttles‘ (OR 5.1.3)“ in München am 21. Juli, 20:47:00 bis 21:43:00 Uhr. in einem Kellergewölbe in den Einsteinhallen in 7 Fasen à 7 Minuten: 1. Fase: Anfang – 2. Fase: Start-Mengen-Test – 3. Fase: Balance-Bänder-Test – 4. Fase: Grosser-Tonmengen-Test – 5. Fase: Geheim-Agentin-Stewardess – 6. Fase: Internet-Pathosse – 7. Fase: Netz-Landung. Captain: Alexeij Sagerer. Stewardessing: Christiane Rupprecht. Orchester: Erwin Rehling, Christoph Reiserer, Sebastiano Tramontana. Licht/Ton: Michael Bischoff, Hubert Radl. Film: lilis park (Katrin Gebhardt-Seele, Sabine Herr-
mann). Kamera-Performance: Martina Bieräugel, Christian Virmond. Internet: Walter Ecker. Ein Film von Alexeij Sagerer.7

Der live-film „Was sind ‚Geister-Raum-Schiffe, space-labs‘ (OR 5.1.4)“ entsteht mit dem Film- und Theaterprojekt Die vier Simulations-Flüge. 4. Flug: „Was sind ‚Geister-Raum-Schiffe, space-labs‘ (OR 5.1.4)“ in München am 28. Juli, 20:47:00 bis 21:43:00 Uhr, in einem Kellergewölbe in den Einsteinhallen in 7 Fasen à 7 Minuten: 1. Fase: Vorstellung – 2. Fase: Prolog – 3. Fase: Anfangs-Pathosse – 4. Fase: Übergang – 5. Fase: Weitermachen – 6. Fase: Unendlichkeit – 7. Fase: Geister-Landung. Captain: Alexeij Sagerer. Denker: Dr. Thomas Kisser. Stewardessing: Christiane Rupp-
recht. Orchester: Erwin Rehling, Christoph Reiserer, Sebastiano Tramontana. Licht/Ton: Hubert Radl, Andreas Koll. Film: lilis park (Katrin Gebhardt-Seele, Sabine Herrmann). Kamera-Perfor-
mance: Eva Ruhland, Martina Bieräugel. Internet: Walter Ecker. Ein Film von Alexeij Sagerer.8

(zuletzt geändert am 12.1.2024)


1 Alf Tondern, Laßt euch nicht verkohlen, München 1989, 88.

2 IKuFo-Fotoarchiv

3 Siehe „Schleift den Hügel!“ von Wolfram P. Kastner.

4 Siehe https://www.prot.de/ROT/THEMEN_ROT/TEXTPRODUKTIONEN/2000_innen_und_aussen.php.

5 Siehe https://vimeo.com/460229885.

6 Siehe https://vimeo.com/460248192.

7 Siehe https://vimeo.com/460264470.

8 Siehe https://vimeo.com/460282352 und naturgemäß https://www.prot.de/jetzt.php.

Überraschung

Jahr: 2000
Bereich: Kunst/Kultur

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