Materialien 2024

Notizen

J: »Das war gestern super, dieser Aufmarsch. Die AfD wird an Bedeutung verlieren.«
F: »Glaubst wirklich?«
R: »Ich krieg Bauchweh, wenn ich von den Mainstream-Medien gelobt werd.«
D: »Ist doch gut, endlich in der Menge zu schwimmen wie der Hering in der Isar.«
R: »AfDler sind Scheiße, keine Frage, aber sie sind Retro-Faschisten. Die kommen nie über 25 Prozent mit ihrem braunen Geschwätz, das immer noch im Sound von „Mein Mampf“ tönt.«
P: »Wir waren doch immer gegen Rechtsaußen!«
R: »Und dabei vergessen wir Olaf, Robert, Annalena, Panzer-Toni und Agnes Stracks-Rheinmetall, die unentwegt die Mainstream-Medien bevölkern. Es ist ja der Sinn der Sache: Wenn die AfD den Bösewicht gibt, gehören logisch die anderen zu den Guten. Die AfD und die „Parteien der Mitte“ ergänzen sich gegenseitig. Die Aufgabe der AfD ist es, den wahren Charakter der Herrschaft zu verschleiern.«
F: »Dabei sind doch die „Demokraten der Mitte“ das Objekt unsere Begierde: Olaf, der Vergessli-
che, den manche an den „Klimakanzler“ erinnern wollen, indem sie sich festkleben, Annalena, die sich im Krieg mit Russland befindet, Schuldenbremser Christian oder der wendige Baum-Um-
ärmler Markus, der immer weiß, woher der Wind der Mehrheitsmeinung weht.«
J: »Liebknecht hat vor über Hundert Jahren gesagt: „Der Hauptfeind steht im eigenen Land.“
R: »Und wer ist das nun? Der smarte Kryptofaschist Hubert oder die Spatenbrauerei oder Siemens oder wer?«
F: »Wenn du schon meinst, der Hauptfeind stehe im eigen Land, schau mal, wo überall bei uns die Yankees ihre Stützpunkte haben. Der eigentliche Hauptfeind ist der gobale Hegemon, das „Imperi-
um“ mit seinem militärisch-industriellen Komplex, mit BlackRock, mit BlackStone, mit BigData, mit BigPharma und natürlich dessen Thinktanks, das WorldEconomicForum etc. etc. Unsere Staatskünstler sind doch nur Marionetten des „Imperiums“.«
G: »Ich habe mal kapiert, dass es den Hauptwiderspruch und Nebenwidersprüche gibt.«
R: »Ist schon recht, Alter! Du klebst immer noch im vorigen Jahrtausend.« (Stimmengewirr)
J (laut): »Aber F hat doch Recht. Die AfD ist nur ein Nebenproblem, die Regierung ist ein größeres Nebenproblem, aber das Hauptproblem ist doch, dass das „Imperium“ mit seiner NATO immer wieder Kriege anheizt und die dann mit dem Argument der Verletzung von Menschenrechten bis zum Regime-Chance durchzieht. Wir stehen knapp vor dem Dritten Weltkrieg.«
W: »Wir sollten uns nicht um die AfD kümmern oder um Gendersternchen oder um Massentier-
haltung, so grausig sie ist, wir sollten uns nicht ablenken lassen, sondern fordern: „Diplomatie statt Waffenlieferungen, nie wieder Krieg, NATO raus aus Deutschland, Deutschland raus aus der NATO!“«
P: »Da kriegen wir nie Mehrheiten für.«
F (überheblich): »A so a Schmarrn!«
P (scharf): »Macho-Arsch!«
(G fragt, ob er dieses Gespräch auf seine Webseite setzen darf.)
J: »Ohne Deinen eigenen ideologischen Senf!«
F: »Schon, aber anonymisiert!«
D: »Glaubst wirklich, die Schlapphüte interessieren sich für uns?!«
P: »Wenn sich jemand für uns interessiert, dann die Schlapphüte.«
G: »Ist doch prima, vielleicht lernen sie was.«
(Stimmengewirr – G öffnet eine weitere Flasche Wein.)


G. Gerstenberg

Überraschung

Jahr: 2024
Bereich: Rechtsextremismus