Materialien 1984
Zukunftswerkstatt
am 11. und 12. Februar 1984 im Werkhaus
Zum Thema und der Gruppe führten utopische Forderungen wie: neue Städte, alt und jung, keine Verwaltung, Fahrräder, Verkehrskonzept keine Autos.
A. Erkennen des augenblicklichen Zustandes
In den Mittelpunkt stellten wir den Menschen.
Drum herum seine Probleme in der Stadt:
zuviel Betong, Autoabgase, zuwenig Licht, Lärm, überhaupt zu isoliert, Stress-Hektik, tote Schlaf-
städte, Einkaufszentren, zuwenig Grün, kein öffentlicher Individualverkehr, zuviel Kleinwohnun-
gen und zu isoliert im Haus, Existenz von Randgruppen, Unübersichtlichkeit, keine romantischen Städte – nur funktionale Städte, Angst vor Kriminalität, Krankheiten – sportlos, keinen kostenlo-
sen Aufenthalt und keine kostenlosen Spielräume,
und wen können wir dafür verantwortlich machen:
Stadtplaner, Stadtrat, Lobby, Verwaltung, Wohnungsgesellschaften, Makler, Spekulanten, Auto-
industrie und Autoinhaber, Großkonzerne und Gewinnstreben, mangelnde Informationen der Medien, Erziehung zum kritiklosen Konsumverhalten und Passivität in der Sozialisation, zu viele Menschen, ich selbst.
B. utopische Forderunge
MVV billiger, pünktlicher zuverlässiger Takt, individuellerer Verkehr, bessere Wartesituation- Facilitis, die Möglichkeit überall hinzufahren, Benzinverteuerung, Flexibilität der Verkehrsmit-
tel entsprechend der Personenzahl, alle Möglichkeiten des Verkehrsmitteleinsatzes, Cooperation der Verkehrsmittelträger, Kombination (Zug-Fahrrad), Investition im öffentlichen Verkehr, Sa-
botage des Autoselbstverständnisses durch Aufkleber, Autos abgasfrei/arm, Gebrauch von Auto-
gas, eigenes Abgassammelsystem mit steuerlicher Begünstigung, Beschränkung von Bananen-
fahrten, Radwege sicher und überall, Autos langlebiger und weniger energieaufwendig bauen, Frauen und Betroffene ins Management.
C. Strategien
0. Probleme erkennen,
1. alles, was man selber machen kann: Fahrradfahren, Mitfahrgemeinschaften, Sabotage am Autoselbstverständnis, Bewusstseinsbildung, Einflussnehmen auf Freunde und Nachbarn, Information, Leserbriefe,
2. Zusammenschluss z.B. AL, Grüne, ADfC, SPD usw. Bürgerinitiativen, Theatergruppen,
3. Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit: auf Autobahnraststätten Probleme durch Denkmäler bewusst machen, finanz. Belastung fürs Autofahren nach dem Verursacherprinzip für Umwelt-
schäden wie Lärm, Abgas, Waldsterben usw., allen Autos ein Maul aufmalen, um das Menschen-
fressende zu versinnbildlichen.
Flugblattsammlung, Archiv der Münchner Arbeiterbewegung