Flusslandschaft 2013
Medien
Im Frühjahr fliegen vier Journalisten, einer von ihnen von der Süddeutschen Zeitung auf Einla-
dung des Thyssen-Konzerns First Class nach Südafrika, übernachten luxuriös und fliegen per Hubschrauber zu ein paar Terminen. Die Leserinnen und Leser der Zeitungen erfahren nichts von der freundlichen Kostenübernahme.1

Am 3. Oktober zeigt RTL ab 20.15 Uhr den opulenten Film „Helden – wenn dein Land dich braucht“, eine apokalyptische Dystopie, die schildert, was geschieht, „wenn wir Menschen Gott spielen“ wie im größten Teichenbeschleuniger in Genf. In dieser episch ausgemahlten Katastrophe „müssen die Menschen zusammenrücken, um ihre Zukunft gemeinsam in die Hand zu nehmen … Unsere Helden werden Sie nicht mehr loslassen“.2 Die Angstlust des Voyeurs gepaart mit der Ent-
wirklichung der Wirklichkeit bannt die Angst vor dem realen Schrecken, der ihn allein schon dann überwältigen müsste, wenn er sich im Spiegel sieht. Das ist gut. Solange es RTL gibt, solang steht der Alte Peter am Petersbergl …
Siehe auch „Sicherheitskonferenz“.
1 Siehe www.netzwerkrecherche.de/Publikationen/Studien/Gefallen-an-Gefaelligkeiten-2013/. Das Netzwerk wird aktiv, wenn Funktionsträger den freien Fluss von Informationen behindern, wenn kein Geld für Recherchen zur Verfügung gestellt wird, wenn Journalisten für korrekte, kritische Arbeit angegriffen oder zum Teil sogar juristisch verfolgt werden.
2 RTL-Werbeprospekt