Flusslandschaft 1998

Bundeswehr

„Königlich-Bayrische Truppen marschieren am Münchner Odeonsplatz auf – Anlässlich eines Kommandeurswechsels beim Wehrbereichskommando VI/1. Gebirgsdivision marschierte diese am 25. März 1998 auf dem Münchner Odeonsplatz auf. Mit von der Partie war auch der Kameradenkreis der Gebirgstruppe, die in einem Verband mit den Veteranen der Wehrmacht und der Bundeswehr vereint sind. In einer Presseinformation wurden die Taten der Gebirgstruppe gerühmt wie sie ‘in Norwegen, Finnland, Russland oder auf dem Monte Cassino bis zum letzten Tag ihre Pflicht taten’. Klaus Rose, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, lobte den Einsatz der Gebirgstruppe als IFOR-Kontingent in Bosnien. Der scheidende Truppenführer, Generalmajor Rainer Jung sagte: Heute seien es vor allem solche ‘Herausforderungen des neuen Aufgabenspektrums’ (Kriegseinsätze), für die die Spezialtruppe herhalten müsste. Ministerpräsident Stoiber und die Militärs aus Kaserne und Ministerium verschwiegen, dass an der Zeremonie auf dem einst bevorzugten Aufmarschplatz der NationalsozialistInnen vor allem Einheiten der Gebirgsjäger teilnahmen, die in letzter Zeit durch rechtsextremistische Vorkommnisse auffielen. Um ‘Ihre königliche Hoheit, Herzog Franz von Bayern’, und andere Gäste zu schützen, sicherte ein Großaufgebot der Polizei die militärische Zeremonie. Quelle: Junge Welt v. 28./29.3.1998“1


1 ÖkoLinX 28/29 vom Winter/Frühjahr 1998/99, 99.

Diesen Artikel zitieren

Bundeswehr. In: Protest in München seit 1945. Stand: 12. Februar 2016. URL: https://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/4746 (abgerufen am TT.MM.JJJJ).