Flusslandschaft 2018

Bäuerinnen und Bauern


Die bayerische Staatsregierung bestreitet den Wahlkampf mit populistischen Tönen, aber um die wahren Probleme kümmert sie sich nicht. Denn bei uns in Bayern
• verschwindet unsere schöne Landschaft und mit ihr die Artenvielfalt unter Beton. Überall wird hemmungslos planiert und asphaltiert – ob für neue Logistikzentren, Autobahnen oder die dritte Startbahn am Flughafen München.
• verlieren Bäuerinnen und Bauern die Existenzgrundlage. Eine Agrarpolitik, die weiter auf Inten-
sivierung und Billigproduktion für den Weltmarkt setzt, endet zwangsläufig in einer industriellen Landwirtschaft, mit Megaställen und Minimalstandards bei Tierschutz und Ökologie. Und gefähr-
det durch Import-Futtermittel und Exportorientierung die Existenzgrundlage von Bäuerinnen und Bauern im globalen Süden.
• sterben die Insekten und Vögel. Die intensive Agrarproduktion treibt das Artensterben voran und belastet unsere Lebensmittel, unser Wasser, unsere Böden und die Luft mit immer mehr Pestizid-
rückständen.
• wird unsere saubere Atemluft mit Autoabgasen verpestet. Die Staatsregierung hofiert dabei die Automobilindustrie und verpasst die zukunftsweisende Förderung des Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehrs.
Das muss sich ändern! Eine Woche vor der Wahl, am Samstag, 6. Oktober, demonstrieren etwa 20.000 Bäuerinnen und Bauern, Verbraucher-, Umwelt- und Tierschützer/innen, Gärtner/innen, Imker/innen, Ärzt/innen, Künstler/innen und Entwicklungsorganisationen dafür, dass im Wahl-
kampf über diese Probleme gesprochen wird. Und einige Demonstranten fordern mit dem Slogan “Hambi bleibt”, dass die RWE darauf verzichtet, den Hambacher Forst für ihre Braunkohleförde-
rung zu roden.1

(zuletzt aktualisiert am 5.11.2018)


1 Siehe die Fotos der Demonstration „mia ham‘s satt – 1“ von Peter Brüning und die Fotos der Demonstration „mia ham‘s satt – 2“ von Günther Gerstenberg.