Flusslandschaft 1974

StudentInnen

20. Februar: Sit-in von Mitgliedern des Kommunistischen Studenten-Verbandes (KSV) im Zei-
tungswissenschaftlichen Institut
der Uni.1

1.500 Studentinnen und Studenten protestieren am 21. Februar gegen die Schließung der Mensa der TU.2

Am 1. Oktober sollen die Organe der Verfassten Studentenschaft aufgelöst werden. AStA und Fachschaften werden abgeschafft. Solange diese noch in den 60er Jahren vom RCDS dominiert waren, war ihre politische Tätigkeit hochwillkommen. Jetzt dominieren hier die Linken; ihr po-
litisches Engagement ist ein Ärgernis. Am 27. Juni beschließt die Studentenvollversammlung, eine Urabstimmung zum Erhalt der Verfassten Studentenschaft ab dem 3. Juli durchzuführen.

Das von der Bundesregierung geplante Hochschulrahmengesetz schreibt Regelstudienzeiten von drei bis vier Jahren vor. Am Ende des vierten Semesters endet der Kurzzeitstudiengang. Erst ein bestandenes Vorexamen erlaubt den Eintritt ins Langzeitstudium. Ein neues Ordnungsrecht soll kritische Studierende in ihre Schranken weisen.

Dreihundert MedizinstudentInnen demonstrierten am 5. November vor dem Kultusministerium.3

11. November: Dreihundert MedizinstudenInnen demonstrieren für klinische Studienplätze.4

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1 Vgl. Süddeutsche Zeitung 44/1974.

2 Vgl. Süddeutsche Zeitung 25/1974.

3 Vgl. Süddeutsche Zeitung 256/1974.

4 Vgl. Süddeutsche Zeitung 261/1974.

5 Fachbereichszeitung Rote Zelle Geschichte 1 vom Dezember 1974, 22.