Flusslandschaft 2021

Frieden/Abrüstung


Am 22. Januar tritt der UN-Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Er verbietet allen beigetretenen Staaten die Herstellung, den Besitz, die Weitergabe, die Stationierung sowie die Drohung und den Einsatz von Atomwaffen. 86 Staaten haben den Vertrag bereits unterzeichnet, 51 haben ihn ratifi-
ziert. Weitere Länder werden dem UN-Verbotsvertrag beitreten und dazu beitragen, dass alle Atomwaffen geächtet werden. So wächst der Druck auf die Atommächte. Auch Deutschland muss dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten und dafür sorgen, dass die in Büchel stationierten US-Atombomben abgezogen werden. Und: Die Bundesregierung muss die Trainingsflüge der Bundes-
wehr für den Einsatz der US-Atombomben sofort beenden.1


Ostermarsch am Samstag, 3. April: 11.00 Uhr: Auftaktkundgebung auf dem Geschwister-Scholl-Platz, 11.30 Uhr: Demonstration, 13.00 Uhr: Abschlusskundgebung mit Infomarkt und Kultur-
programm auf dem Königsplatz.2

Am Samstag, 8. Mai, spricht um 15 Uhr Thomas Rödl (DFG-VK) auf dem Wittelsbacher Platz, vor der Siemens-Zentrale bei der Kundgebung des Münchner Friedensbündnisses und des Münchner Bündnises gegen Krieg und Rassismus über „Nie wieder Krieg – Abrüstung statt Aufrüstung“.


Seit 1959 gehen Gewerkschaften und Friedensgruppen zum Antikriegstag am 1. September auf die Straße. In diesem Jahr steht der Antikriegstag unter dem Motto „Weichen für eine sichere und friedliche Zukunft stellen! Abrüstung und Entspannung wählen!“. Der 1. September steht damit auch im Zeichen der am 24. September bevorstehenden Bundestagswahl. Der jetzigen Bundesre-
gierung attestiert der DGB in seinem Aufruf eine ernüchternde Bilanz in Sachen Friedenspolitik: „Deutschland steht auf dem siebten Platz der Länder mit den größten Rüstungsausgaben. Unter den Top-Ten-Staaten weist der deutsche Verteidigungshaushalt mit einem Plus von über fünf Pro-
zent die größten Zuwachsraten auf. Für das laufende Jahr liegt er bei knapp 47 Milliarden Euro. Und wenn es nach der scheidenden Bundeskanzlerin ginge, sollte Deutschland bis 2030 die NATO-Zielvorgabe erfüllen und zwei Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben. Dies entspräche einer weiteren Erhöhung des Wehretats um mehr als 20 Mrd. Euro.“ Das Thema der nuklearen Abrü-
stung findet sich ebenfalls prominent im Aufruf wieder. Beklagt wird, dass mit dem kürzlich ver-
längerten „New START“-Vertrag nur noch ein (bilaterales) Rüstungskontrollregime übrig ist. Die Verweigerungshaltung der Bundesregierung gegenüber dem im Januar in Kraft getretenen UN-Atomwaffenverbotsvertrags müsse überwunden werden. Deutschland müsse diesen wegweisenden Vertrag endlich unterzeichnen.4

Das Luftwaffengeschwader 33 beteiligt sich Mitte Oktober am jährlichen NATO-Atomkriegsmanö-
ver „Steadfast Noon“, das in diesem Jahr am Luftwaffenstützpunkt Nörvenich bei Köln stattfindet. Mit dem völkerrechtswidrige Konstrukt der „Nuklearen Teilhabe“ macht sich die Bundesregierung zum Komplizen der atomaren Erstschlags-Doktrin der USA und folgt der Wahnsinnsvorstellung, einen Atomkrieg regional begrenzen und „gewinnen“ zu können. Das Münchner Friedensbündnis und das Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus fordern bei einer Kundgebung am Sams-
tag, 9. Oktober, auf dem Stachus von 16 bis 18 Uhr die Beendigung der Nuklearen Teilhabe Deutschlands, den Beitritt zum Atomwaffen-Verbotsvertrag und den Abzug der US-Atombomben in Büchel.


1 Siehe https://aktion.nuclearban.de/node/9 und Bilder der Kundgebung „atomwaffenverbot“ am 23. Januar aus dem Archiv Clemens Ronnefeldt.

2 Siehe die Bilder vom „ostermarsch“ von G. Gerstenberg.

3 Foto: Fritz Letsch

4 Siehe https://www.gegen-krieg-und-rassismus.de/aktuelles-2/kundgebung-zum-antikriegstag-2021/. Siehe die Bilder vom „antikriegstag“ am 1. September von G. Gerstenberg.

Überraschung

Jahr: 2021
Bereich: Frieden/Abrüstung