Flusslandschaft 1952

Frieden

Am 8. Februar billigt die Mehrheit des Bundestags den Beitritt der Bundesrepublik zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) der Montanunion-Staaten im Rahmen der NATO. Die bayerischen Kirchen billigen die Wiederbewaffnung.

Konrad Adenauer meint am 17. Februar „Wir werden sicher zunächst anfangen mit Freiwilligen, aber es wird der Zeitpunkt kommen, wo der Frage eines deutschen Wehrpflichtgesetzes nähergetreten werden muss.“1

Am 26. Mai demonstrieren 140.000 Menschen gegen die Wiederaufrüstung und das neue Betriebsverfassungsgesetz auf dem Königsplatz.

Am 26. Mai unterzeichnen Bundeskanzler Adenauer, der Außenminister des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland, Anthony Eden, der Außenminister der Vereinigten Staaten, Dean Acheson, und der Außenminister der Französischen Republik, Robert Schuman, den „Vertrag über die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten“ mit Zusatzverträgen, kurz Generalvertrag genannt (Schon bald nennt ihn der Volksmund „Generalkriegsvertrag“). Einen Tag später, am 27. Mai, unterzeichnet Adenauer gemeinsam mit den Vertretern Frankreichs, Italiens, Hollands, Belgiens und Luxemburgs in Paris den „Vertrag über die Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft“ (EVG-Vertrag).

Siehe auch „Frauen“, „Gewerkschaften/Arbeitswelt“ und „KPD“.


1 Zit. in: Sag nein, wenn du nicht töten willst. Geschichte und Stand der Wehrdienstverweigerung. Auf- und Abgeschrieben von Heinz Stuckmann, Köln um 1958, 63.