Flusslandschaft 1998

Schwule/Lesben

Nachdem das Münchner Ulrichs Comitee (MUC) sich seit 1993 dafür einsetzt, beschließt am 22. Januar 1998 der Stadtrat, den Platz am Zusammentreffen Holzstraße, Am Glockenbach, Arndtstraße und Geyerstraße in der Isarvorstadt/Ludwigsvorstadt in Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz zu benennen.1

Am 28. Juni findet die Demonstration „Come out – Lesben, Schwule, Pädophile“ statt.2 Immer wieder kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Lesben und Schwulen: Die Lesben wollen, dass die Pädophilen aus dem gemeinsamen Auftreten verschwinden.

Nach der geglückten Ablösung von Kreisverwaltungsreferent Uhl (CSU) wird am 30. Juni im Stud in der Thalkirchnerstraße 2 die „Uhl-ist-weg-Party“ gefeiert.3

Am 18. Juli findet um 12.00 Uhr der Christopher-Street-Day (CSD) auf dem Odeonsplatz statt.


1 Seit November 2005 ist das Platz-Schild mit einer Info-Tafel mit folgendem Text versehen: „Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) Mit seinem öffentlichen Eintreten für die rechtseinheitliche Straffreiheit gleichgeschlechtlicher Beziehungen beim Deutschen Juristentag 1867 in München trug er wesentlich zur rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung Homosexueller bei.“

2 Siehe „28. juni“.

3 Siehe „Uhl ist weg“ von Siegfried Benker.