Flusslandschaft 1949

CSU

Der Landesgeschäftsführer der CSU, Franz Josef Strauß: „Wer noch einmal ein Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen“. Diese Äußerung aus dem Bundestagswahlkampf 1949 gehört zu jenen Zitaten, die immer wieder mit FJS in Verbindung gebracht werden. 1975 meint Strauß: „… Die Äußerung, die mir hier in den Mund gelegt wird, ist nur im Zusammenhang zu verstehen, so wie ich ihn oft dargelegt habe: Dass nämlich jeder Staatsmann, der zum Gewehr greift, um damit seine politischen Ziele durchzusetzen, und ich meinte damit Hitler mit dem Angriffsbefehl gegen Polen, die Hand abfallen soll“.1

Am 19. August meint FJS bei der 1. Sitzung der CSU-Bundestags-Fraktion in München: „Die Frage ist also: Machen wir immer das mit, was die CDU macht, was größtenteils ja auch unser aller Wunsch ist, oder behalten wir uns die Möglichkeit offen, auch einmal anders zu handeln, um der Bayernpartei nicht ständig neue Angriffsflächen zu geben … Für Bonn müssen wir einen geschick-
ten Mittelweg finden, etwa die Bildung einer ‚bayerischen GRUPPE‘. Diese Gruppe soll ihre Mei-
nung für sich separat bilden, an den großen Fraktionssitzungen der CDU aber teilnehmen und für sich selbst einen oder mehrere Sprecher wählen; … Wir haben dann ein Zweifaches erreicht: Wir können hier unten in Bayern bestehen bleiben und wir können dort oben in Bonn unser gesamtes Gewicht in die Waagschale werfen.“2

FJS wird am 7. September CSU-Generalsekretär.

Siehe auch „Medien“.


1 www.presseverteiler.ch/1/KOMMISSIONEN-EINGSETZT-KOMMISSIONEN-_679162.html

2 Archiv für Christlich-Soziale Politik, LTF 1949 August 19

Überraschung

Jahr: 1949
Bereich: CSU