Flusslandschaft 1981
Alternative Szene
Das Stadtteilzentrum Milbertshofen in der Nietzschestraße 7b war ursprünglich ein Treffpunkt der undogmatischen Linken. Seit Herbst letzten Jahres haben sich Punker dazugesellt. Die Behörden schauen ganz genau hin.1
Zum Glück hat sich das Sozialistische Zentrum in der Heßstraße 80 umbenannt. Es heißt jetzt volkstümlich Zentrum für organisationslose Freaks und Fantasten (ZOFF).2
Veranstaltungen in der Szene unterscheiden sich in der Form oft nicht von den üblichen Veran-
staltungen im bürgerlichen Spektrum. Demonstrationen (schnarch!) latschen meistens immer denselben ausgetretenen Weg. Und dann diese Spontis, die irgendwas machen wollen, weil Praxis ohne denktechnisch-anstrengende Theorie viel besser funzt.3
Die Münchner Szene ist in die Jahre gekommen, manche haben es sich in ihrem alternativen Vor-
gärtlein eingerichtet, der herrschende Ton ist für die jüngere Generation zu betulich. Dem Blatt geht es schlecht. Peter Schult beschreibt Aufstieg und Niedergang der Münchner Stadtzeitung vor dem Hintergrund einer neuen, jüngeren alternativen Generation.4
Siehe auch „Freizeit ’81“ (I) und „Freizeit ’81“ (II).
(zuletzt geändert am 16.4.2026)
1 Siehe https://blatt-muenchen.de/showblatt?p=200, 12 ff.
2 Siehe https://blatt-muenchen.de/showblatt?p=195, 29.
3 Siehe
- „Die fortschrittliche Veranstaltung“ von Peter Grützmann und
- https://blatt-muenchen.de/showblatt?p=199, 32.
4 Siehe „Herbst in Haidhausen“ von Peter Schult.