Flusslandschaft 1967

Internationales

Vietnam und USA
Iran
Griechenland und USA
Israel
Südkorea und USA
USA und Bolivien


VIETNAM und USA

Der Hit von Schlagersänger Freddy Quinn „Hundert Mann und ein Befehl“ wird im Radio rauf- und runtergenudelt. Es handelt sich um die deutsche Version von „The Ballad of the Green Berets“ von Sergeant Barry Sadler. Der Text, der sich auf den Vietnam-Krieg bezieht, mündet sentimental in die Klage gegen das „Naturereignis“ Krieg. Die Protestsonggruppe des Münchner Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) übernimmt die ersten zwei Strophen des Originals, ändert aber dort den Text, wo der Schnulzensänger behauptet: „Wahllos schlägt das Schicksal zu / Heute ich und Morgen du …“1

Der Gewerkschaftliche Arbeitskreis der Studenten (GASt) führt am 20. Januar im Gewerkschafts-
haus an der Schwanthalerstraße 64 eine Lesung „USA in Vietnam“ durch.2

3

Am Ostersonntag predigt der Buchdrucker Steinbrecher im Frauendom gegen den Vietnamkrieg.4 Beim Ostermarsch spricht Erich Kuby.

Die Demokratische Aktion 8. Mai veranstaltet im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz am 8. Mai eine Kundgebung gegen den Vietnamkrieg. Die anschließende Demonstration der tausend Teilneh-
mer zum US-Generalkonsulat an der Königinstraße 5 – 7 ist nur bis zum Prinz-Carl-Palais geneh-
migt, dort wird eine Lynden-B.-Johnson-Puppe verbrannt.5 Auf der Von-der-Tann-Straße in der Maxvorstadt hält ein fünfzehnminütiger Sitzstreik den Verkehr auf, fünf Demonstranten werden kurzfristig verhaftet.6

Am 10. Mai kommt es zu einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg und gegen die geplanten Notstandsgesetze.7 — Auf der Kundgebung zur deutsch-amerikanischen Freundschaftswoche
mit Platzkonzert im Hofgarten mit Ministerpräsident Alfons Goppel, dem US-Generalkonsul und Oberbürgermeister Vogel wird am 11. Mai mit Zwischenrufen gegen den Vietnamkrieg protestiert; zwölf Personen werden kurzfristig festgenommen.8

US-Amerikaner haben die Münchnerinnen und Münchner von der NS-Herrschaft befreit und ihnen einen großen Strauß besserer Werte mitgebracht. Umso größer ist die Enttäuschung über das militärische Engagement der USA in Vietnam.9

19. Oktober: Testdemonstration für den Vietnamkrieg10. – Auf einer Vietnam-Veranstaltung der „Internationalen Vietnam-Aktion“ im Hackerkeller an der Theresienhöhe 4 sprechen am 20. Oktober Martin Walser und Erich Fried, anschließend findet eine Demo zum US-Generalkonsulat statt.11 Am südlichen Turm des Frauendoms wird die Vietcong-Fahne gehisst, werden Rauchbom-
ben in Papierkörben gezündet und Flugblätter aus Kaufhäusern auf die Passanten geworfen.12

Am 8. November lobt der Polizeipräsident die Veranstalter der „Internationalen Vietnam-Aktion“, da es zu keinen Zwischenfällen gekommen sei.13 — Im November gibt das Pentagon hohe Verluste in Vietnam bekannt; die Forderungen nach sofortiger Beendigung des Krieges werden in den USA immer lauter.

Am 19. Dezember verteilt der „Studentische Arbeitskreis kritischer Katholizismus“ vor Kirchen Flugblätter und fordert zur Diskussion über den Vietnam-Krieg auf.14

IRAN

Alle kritischen persischen Studenten erhalten vom Amt für Öffentliche Ordnung die Auflage, München bis einschließlich 2. Juni zu verlassen. Der AStA organisiert Kommilitoninnen und Kommilitonen, die vor dem Ausländerramt die einbestellten iranischen Studenten, die ihre Ausweisungsbescheide dort abholen sollen, abfängt und an sichere Plätze bringt. Am 31. Mai „begrüßen“ etwa hundert Demonstranten, unter ihnen Perser, die ihr Gesicht hinter Zeitungen verstecken, den Schah von Persien mit Pfiffen und Buhrufen. Während der Schah im Rathaus empfangen wird, sind die Sprechchöre der Menge auf dem Marienplatz im Sitzungssaal deutlich
zu hören.

1. Juni: Vor der Alten Pinakothek, in der sich der Schah Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“ erläutern lässt und die Kaiserin die venezianische Malerei bewundert, protestieren wieder zum Teil maskierte persische und deutsche Demonstranten. „Auf Transparenten stand: ‚Nieder mit dem Schah-Regime’, ‚Lasst die Gefangenen frei’ und ‚Freiheit’. Als Polizeibeamte versuchten, ein Trans-
parent zu beschlagnahmen, kam es zum Tumult. Die Demonstranten blockierten einen Polizeiwa-
gen und ließen sich zum Sitzstreik auf der Straße nieder. Die meisten der Protestierenden trugen weiße Papiermasken nach Art des Ku-Klux-Klan. Das iranische Konsulat in München beschwerte sich …“15 Bei der Abfahrt des Konvois von der Alten Pinakothek singen die Demonstranten: „Wer soll das bezahlen …“ Dann besucht Schah Reza Pahlevi die Siemens-Werke in München. „Fast zwei Stunden lang hielt er sich in dem größten Unternehmen der Elektroindustrie auf. In den Ausstel-
lungsräumen der Firma waren Modelle von Projekten aufgestellt, die gegenwärtig in Teheran und in Shiraz gebaut werden. Mit einem Kostenaufwand von acht Millionen Mark entsteht eine Trans-
formatorenfabrik in Teheran, die Ende 1968 ihre Produktion aufnehmen soll und 500 Arbeitsplät-
ze hat. In Shiraz wird ein Werk für Nachrichtentechnik geschaffen, das 20 Millionen Mark kostet und ebenfalls 1968 vollendet werden soll. Unser dpa-Bild zeigt hinter dem Modell des Shiraz-Pro-
jektes von links Bayerns Wirtschaftsminister Dr. Otto Schedl, Ministerpräsident Alfons Goppel, Schah Reza Pahlevi und Dr. Peter von Siemens.“16 Am Abend versuchen vor dem Nationaltheater, wo Ihre Majestäten einer Gala-Aufführung der Werner-Egk-Oper „Die Zaubergeige“ bewohnen, etwa hundert eingeflogene so genannte „Jubelperser“ des Geheimdienstes SAVAK sich auf die Demonstranten zu stürzen. Fünfhundert Polizeibeamte lassen es nicht zu einer Eskalation kommen.17 Polizeipräsident Dr. Manfred Schreiber18 spricht von „Berufsdemonstranten beim Schahbesuch“.19

Freitag, 2. Juni, kurz nach 11 Uhr vormittags: Das Kaiserpaar ist in West-Berlin eingetroffen. „Eine ebenfalls 50köpfige Störgruppe, die schon den 3.000 Münchener Polizisten schwer zu schaffen gemacht hatte, sei, so hatte Münchens Polizeipräsident Dr. Schreiber fernmündlich versichert, bereits am Donnerstagabend nach Berlin vorausgeflogen.“20 Beim Empfang im Rathaus sind laute Rufe von draußen zu hören: „Mörder! Mörder!“ und „Mo-Mo-Mossadegh!“ Es kommt zu einem Handgemenge zwischen Demonstranten und Schah-Anhängern. „… Ein ohrenbetäubender Lärm entstand. Bis Schutzpolizeikommandeur Werner seinen berittenen Polizisten zurief: ‚Reitet da mal ‘n bisschen rein!’ Sie ritten. Und schwangen die Schlagstöcke.“21 Als am Abend Ihre Majestäten einer Aufführung der „Zauberflöte“ in der Deutschen Oper in der Bismarckstraße in Charlotten-
burg beiwohnen, kommt es zu Straßenschlachten.

In der ersten Ausgabe der Bild-Zeitung der Nacht vom 2. zum 3. Juni ist unter dem Bild eines blut-
überströmten Polizisten zu lesen: „Wie seit Monaten verstecken sich hinter dem Schutz westlicher demokratischer Meinungsfreiheit Rowdytum und blinde Lust am Krawallmachen. Das Häuflein Berliner ‚Provos’ – zum großen Teil gar keine Studenten, sondern politische Halbstarke – spuck-
ten den Grundgesetzen und Gastfreundschaft und menschlichem Anstand ins Gesicht … In Mün-
chen hatten auch einige Herren in vergammelter Kleidung Krach gemacht. Inzwischen hat Mün-
chens Polizeipräsident angekündigt: Von jetzt an billigen wir kriminellen Minderheiten, die das Wort Demokratie nicht einmal buchstabieren können, keine Narrenfreiheit mehr zu. Wir wer-
den sie einfach abschieben. Berlin muss diesem Beispiel folgen! Demonstrieren JA, randalieren NEIN!“22 In der zweiten Auflage ist unter dem gleichen Bild zu lesen: „Ein junger Mann ist gestern in Berlin gestorben. Er wurde Opfer von Krawallen, die politische Halbstarke inszenierten … Wir haben etwas gegen SA-Methoden. Die Deutschen wollen keine braune und keine rote SA. Sie wollen keine Schlägerkolonnen, sondern Frieden …“23 In der Spalte daneben heißt es: „… Nach
der Straßenschlacht zwischen 500 Randalierern und einem Massenaufgebot der Polizei wurde
der Student Benno Ohnesorg (26) aus Wilmersdorf mit schweren Verletzungen in das Moabiter Krankenhaus gebracht. Er starb kurze Zeit später an einer Schädelfraktur.“24

Am 19. Juni protestierten Professoren, Dozenten, Assistenten und Lehrbeauftragte gegen die Vorfälle anlässlich des Schahbesuchs in Berlin.25

Der SDS veranstaltet am 26. August auf der Leopoldstraße ein „Anti-Schah-Happening“, dabei wird ein Schah-Poster bespuckt und mit Tomaten beworfen. Am 27. August legen sich sechsund-
zwanzig Leute während der Büßerdemo in Ketten („Selbstbezichtigungsaktion“ wegen Beleidigung des Schahs von Persien), singen Bußgesänge und Litaneien und marschieren zum Polizeipräsi-
dium, um sich selbst anzuzeigen und um eine gerechte Strafe zu bitten. Teilnehmer Hans Werner Saß steht am 9. Februar 1968 vor Gericht.26 Student Horst Przytulla (27), beinahe ein Jahr später der Teilnahme und des Auflaufs angeklagt, „stellte sich mit unüberhörbarer, aber auch kaum zu beweisender Ironie als einen Geläuterten hin, der ‚zu einem sittlich guten deutschen Lebenswandel zurückgefunden’ hat. ‚Ich habe mich schwer gewundert, dass die (Polizisten) gar nichts von uns wollten, sondern uns nur zur Auflösung des Zuges aufforderten. Ich dachte, die Beamten wollten uns sicher nur prüfen, ob es uns mit der Selbstbezichtigung ernst ist. Denn sonst wäre es ja von ihnen eine Begünstigung gewesen, wenn sie Verbrecher frei hätten laufen lassen. Dennoch wäre ich davon gelaufen, weil ich einen mächtigen Bammel hatte, aber ich konnte mich nicht befreien. So bin ich halt bis zum Präsidium mitgezogen.’“27 Das Urteil am 22. Juli 1968: 100 DM Geldstrafe.

18. Dezember: Auf einem Teach-In in der Uni-Mensa wird gegen die Ausweisung des persischen Studenten Homajounfar Farazi zum 20. Dezember protestiert, der sich nicht an die polizeilichen Auflagen beim Schahbesuch gehalten hatte. Rektor Prof. Carl Becker weigert sich, mit den Studen-
ten zu diskutieren. Das Teach-In wird im Lichthof der Universität fortgesetzt. Farazi stellt einen Asylantrag.28 Vor allem Künstler beteiligen sich an Protesten gegen das Schah-Regime:

29
Antischahblatt, Text: Yaak Karsunke; zweifarbige Lithographie: Guido Zingerl, 50 : 40, 1967.

GRIECHENLAND und USA

Am 21. April ergreift mit Unterstützung der CIA wenige Wochen vor den Wahlen in Reaktion auf den erwarteten Wahlsieg der sozialistischen Ενιαία Δημοκρατική Αριστερά ΕΔΑ, (Vereinigung der Demokratischen Linken, EDA) eine Gruppe rechtsextremer Offiziere im so genannten »Obristen-
putsch« die Macht und errichtet eine Militärdiktatur. Allein im ersten Monat werden 8.000 Men-
schen getötet. Seitdem lässt die Militärjunta KZs für Oppositionelle einrichten, lässt Regimekriti-
ker verfolgen und misshandeln. Proteste gegen den Vietnam-Krieg und gegen Diktaturen wie die in Spanien und Griechenland häufen sich.30 Siehe auch „AusländerInnen“.

Am 22. November kommt es in München zu Protesten gegen das griechische Militärregime.31 — Die IG Metall lädt für den 28. Dezember zu einer großen Kundgebung gegen die griechische Militärjunta in den Bavariakeller an der Theresienhöhe 7. Es spricht der Exilpolitiker Nikos Nikolaides.

Die Obristen bleiben sieben Jahre an der Macht.

ISRAEL

Anlässlich des Krieges zwischen Israel und den arabischen Staaten kommt es am 6. Juni zu
einer Protestkundgebung. Der Übergang von einer antizionistischen Argumentation zu einer antisemitischen Position ist dann überdeutlich fließend, wenn Israel mit Nazideutschland gleichgesetzt wird.32

SÜDKOREA und USA

Am 16. Mai 1961 ergriff General Park Chung-hi die Macht in Südkorea und errichtete eine blutige Militärdiktatur mit wohlwollender Unterstützung der USA. 1967 kommt es nach „Unregelmäßig-
keiten“ bei den Wahlen zur Nationalversammlung vor allem in den Städten zu größeren Wider-
standsaktionen gegen das Regime. Um „Ruhe und Ordnung“ im Lande wieder durchzusetzen, ergreift Park Maßnahmen zur „Zerschlagung der Untergrundorganisationen der nördlichen Teufel“33 im In- und Ausland. Unter den aus der Bundesrepublik Entführten und in Südkorea Angeklagten befindet sich auch der Komponist Isang Yun.

„… Dass diese Angeklagten in keiner Weise ‚subversive Tätigkeit’ in der Bundesrepublik unter-
nommen haben, soweit man es überblicken kann, kann jeder, der diese Menschen einigermaßen kennt, bestätigen. Wenn man beispielsweise mit Herrn Yun seinerzeit befreundet war, hatte man nie den Eindruck, er verfüge über Zehntausende US-Dollar. Was er sich tatsächlich geleistet hatte war, einmal einen Konsul der südkoreanischen Botschaft in Bonn wegen Faulheit, Unzulänglich-
keit und Gleichgültigkeit im Rahmen der Verantwortlichkeit der Botschaft auf einer Tagung per-
sönlich anzugreifen.

Um Geständnisse zu erzwingen, sollen diese koreanischen Persönlichkeiten äußerst ‚scharf’ und ‚hart’ von den CIA-Beamten34 ‚behandelt’ worden sein. wenn man sich in den Foltermethoden der Japaner im zweiten Weltkrieg auskennt, die sich nun die südkoreanischen Beamten zu eigen ma-
chen, dann fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, dass die Betroffenen sich lieber einen schnellen Tod wünschten als in solchen unmenschlichen Zuständen weiterzuleben. Bekanntlich hast Yun tatsächlich versucht, im Gefängnis Selbstmord zu begehen … Es ist für einen demokratisch ge-
sinnten Südkoreaner äußerst deprimierend, zu erfahren, dass ausgerechnet ein sozialdemokra-
tischer Außenminister der bundesrepublikanischen Regierung für solch eine totalitär-faschistische politische Maßnahme des südkoreanischen Regimes Verständnis zeigt, indem er, trotz der eindeu-
tigen Verletzung seitens der südkoreanischen Regierung der Souveränität der Bundesrepublik und des Völkerrechtes, keine geeigneten Maßnahmen getroffen hat. Das Argument, die auffällige Zu-
rückhaltung der Bonner Regierung sei aus ‚realpolitischen Gründen’ zu verstehen, entbehrt jeder Grundlage, es sei denn, Bonn ist von Washington unter Druck gesetzt worden, die faschistische Arroganz der südkoreanischen Regierung zu dulden, um die Position der USA in Südkorea nicht zu gefährden …“35

Am 11. Juli findet in München eine Protestkundgebung gegen die Verschleppung des südkoreani-
schen Studenten Taik Hwan Kim statt.36

USA und BOLIVIEN

Die bolivianische Armee kämpft unter Anleitung der CIA gegen die aufständische Guerilla. Che Guevara wird festgenommen und am 9. Oktober ermordet.


1 Siehe „100 Mann“ von Franz Xaver Stützinger.

2 Siehe „20. januar“.

3 Plakatsammlung, Archiv der Münchner Arbeiterbewegung

4 Siehe „Politische Prozesse“.

5 dpa-Foto, Fotomuseum.

6 Fotos: Stadtarchiv Standort Rudi Dix-Archiv. Mappe 2024 Demonstrationen (hier: „10.5.1967“). Siehe „Politische Prozesse“.

7 Vgl. Abendzeitung 111/1967; vor dem US-Konsulat wird eine Stoffpuppe verbrannt. Vgl.: Elisabeth Angermair: „‚Ohne Provokation werden wir überhaupt nicht wahrgenommen’ Die Studentenproteste Ende der 1960er Jahre im Spiegel der Pressefotografie“ in: Zara S. Pfeiffer (Hg.), Auf den Barrikaden. Proteste in München seit 1945. Im Auftrag des Kultur-
referats der Landeshauptstadt München, München 2011, 87.

8 Siehe „An die Kampagne für Abrüstung“ von Anna Mederitsch.

9 Siehe „Kilroy war hier“ von Yaak Karsunke.

10 Vgl. Abendzeitung 250/1967.

11 Fotos: Stadtarchiv Standort Rudi Dix-Archiv. Mappe 2024 Demonstrationen.

12 Vgl. Süddeutsche Zeitung 252/1967 und 253/1967.

13 Vgl. Süddeutsche Zeitung 267/1967.

14 Vgl. Süddeutsche Zeitung 302/1967.

15 Berliner Morgenpost 126 vom 2. Juni 1967, 1.

16 Rückseitige Beschriftung eines dpa-Fotos, Fotomuseum.

17 Vgl. Süddeutsche Zeitung 129/1967.

18 „… Der Polizeipräsident Münchens, Manfred Schreiber, war damals so wütend – er ist heute unter Zimmermann West-
deutschlands oberster Polizist -, dass er sich vor der Münchener Oper im Frack auf einen deutschen Demonstranten stürzte. Ich sag das hier mal für die Geschichtsschreibung, nämlich dass bis dahin in Westdeutschland praktisch als etwas zelebriert worden waren. Demonstrationen hatte es nicht gegeben, und jetzt plötzlich schwappte eine Woge des Widerstandes über alle Städte, wohin der Schah kam, nicht nur in München und Berlin, sondern überall diese vielen Demonstrationen …“ Rolf Pohle, Mein Name ist Mensch. Das Interview, Berlin 2002, 31.

19 Vgl. Münchner Merkur 132/1967.

20 Berliner Morgenpost 127 vom 3. Juni 1967, 6.

21 A.a.O.

22 Bild-Zeitung Berlin vom 3. Juni 1967, erste Auflage, 1.

23 Bild-Zeitung Berlin vom 3. Juni 1967, zweite Auflage, 1.

24 A.a.O.

25 Vgl. Süddeutsche Zeitung 145/1967.

26 Siehe „Rede vor Gericht“ von Hans Werner Saß.

27 Süddeutsche Zeitung 176 vom 23. Juli 1968, 15.

28 Siehe „Stellungnahme …“.

29 tendenzen. Zeitschrift für engagierte Kunst 49/50 vom März/Juni 1968, 35.

30 Siehe „Über die Haltung des Protestierens“ von Uwe Johnson, „Auskunft über den Protest“ von Martin Walser und „Nur ein Lehrbuch des Lamentierens …“ von Marcel Hepp; Fotos von Dimitri Soulas, Fotomuseum.

31 Vgl. Süddeutsche Zeitung 277/1967; siehe „Internationales“ 1965.

32 Fotos: Stadtarchiv Standort ZB-Ereignisfotografie-Politik-Demonstrationen. Fotos: Stadtarchiv Standort Rudi Dix-Archiv. Mappe 2024 Demonstrationen.

33 Gemeint ist Nordkorea.

34 CIA = südkoreanischer Geheimdienst.

35 Charles T. Z. Chung: «Politische Hintergründe der Südkoreanerverschleppung» in: Gewerkschaftliche Monatshefte 7 vom Juli 1968, 425 ff.

36 Siehe „Appell an Seoul“.